Es gibt Augenblicke, da scheinen die Gesetze der Zeit ihre Gültigkeit zu verlieren. Dies sind die Momente, die man magisch nennt: Auf dem Gipfel eines Berges oder angesichts der Ozeanbrandung, im Schaffensrausch oder bei der Lektüre eines fesselndes Buches verlieren Pläne, Sorgen, Erinnerung ihre Bedeutung. Die Zeit steht still.
Manchmal reicht auch schon ein angeregter Abend mit alten Freunden oder eine Arbeit, in der man ganz aufgeht, und Stunden vergehen, als seien es Minuten.
Doch irgendwann kehrt unvermeidbar die Zeit ins Bewusstsein zurück. Es ist das Gefühl, als sei man aus einem rauschhaften Schlaf erwacht. Dann trifft der Blick eine Uhr.
Vor den Uhren kann sich niemand in der heutigen Gesellschaft verstecken. Sie sind überall. Das ganze Leben ist nach ihnen ausgerichtet. Termindruck, Stress und Multitasking zerhacken das Leben in immer kleinere Einheiten. Kaum jemand hat noch genug Zeit. Wo kommt sie her? Wie verlieren wir sie? Und wie findet man sie wieder?
Philosophen versuchen seit jeher zu erklären, was die Zeit eigentlich ist und Literaten philosophieren mit.
Das Literaturfest Niedersachsen zeigt die Vielfalt der unterschiedlichen Zeitwahrnehmung und der Zeitmessung, zeigt Rhythmus und Geschwindigkeit in der Literatur, spürt der Lebenszeit nach und entführt Sie in andere Zeiten. Lassen Sie sich mitnehmen zu magischen zeitlosen Momenten beim Literaturfest Niedersachsen vom 8. bis 25. September 2011 an dreißig niedersächsischen Orten.
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