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VGH Stiftung
LiteraTour Nord
Die Preisträger
 

Preisträger 2012: Gregor Sander

Mit ihrer Entscheidung würdigen Jury und Stifterin Gregor Sander für sein bisheriges Werk, insbesondere für seinen 2011 im Wallstein Verlag erschienenen Band „Winterfisch“. In diesen, so die Begründung der Jury, meisterhaften Erzählungen zeichne Sander mit großer Sensibilität und Präzision Charaktere, deren Biographien durch die jüngere Geschichte Deutschlands beeinflusst und beschädigt worden seien. Neben der charakteristischen Zeichnung der Landschaften und spezifischen Ausleuchtung der Handlungsräume, trage besonders der lakonische, kühle Tonfall Sanders zur athmosphärischen Dichte und zum Eindruck der Geschlossenheit bei, den die Erzählungen als Ganzes vermittelten.

Preisträgerin 2011: Iris Hanika

Die Jury würdigt mit dieser Entscheidung ihr bisheriges Werk, vor allem ihren 2010 erschienenen Roman „Das Eigentliche“. In diesem, so die Begründung der Jury, inhaltlich riskanten und formal mutigen Roman erzähle sie vom Verschwinden der Trauer über die lastende Hypothek des Holocaust und enthülle damit nichts weniger als ein Sozio- Psychogramm der bundesdeutschen Gegenwart.

Preisträger 2010: Matthias Politycki

Der Autor Matthias Politycki erhält den von der VGH-Stiftung ausgelobten und mit 15.000 Euro dotierten Preis der LiteraTour Nord.
Die Jury würdigt mit dieser Entscheidung sein bisheriges Werk, vor allem seine 2009 erschienene „Jenseitsnovelle“. Sie sei, so die Begründung der Jury, sowohl mit altmeisterlicher Kunst und experimenteller Lust komponiert als auch mit trauriger Empathie und hintergründigem Humor erzählt.

Preisträgerin 2009: Jenny Erpenbeck

Am 16. April 2009 erhielt Jenny Erpenbeck den von der VGH-Stiftung ausgelobten und mit 15.000 Euro dotierten Preis der LiteraTour Nord.
Die Jury würdigt mit dieser Entscheidung Jenny Erpenbecks bisheriges Werk, vor allem ihren 2008 erschienenen Roman „Heimsuchung“. So heißt es in der Begründung der Jury, sie rufe mit großer poetischer Kraft die Chronik eines Hauses in der märkischen Seenlandschaft, die Lebensläufe seiner wechselnden Bewohner, ihre Sehnsüchte nach Verwurzelung und ihre Erfahrung von Vertreibung auf und entwerfe damit ein bewegendes, authentisches Bild von den Traumata der deutschen Geschichte .

Preisträgerin 2008: Katja Lange-Müller

Im Rahmen einer Feierstunde ist Katja Lange-Müller mit dem von der VGH-Stiftung ausgelobten Preis der LiteraTour Nord ausgezeichnet worden. Friedrich v. Lenthe, Vorsitzender des Vorstandes der VGH-Stiftung, übergab der Berliner Autorin den mit 15.000 Euro dotierten Preis. Über 200 Literaturinteressierte waren zur Preisverleihung in die Räume der VGH-Versicherung gekommen und erlebten dabei auch eine besondere literarische Kostprobe der Autorin.
Die Jury würdigte mit dieser Entscheidung Lange-Müllers bisheriges Werk, insbesondere den Roman „Böse Schafe“. Mit raffinierter Schlichtheit und zärtlicher Schonungslosigkeit erzähle sie darin von einer unbeirrbaren Liebe und schaffe zugleich einen ganz eigenen Wenderoman.

Preisträger 2007: Thomas Hürlimann

Die Jury der LiteraTour Nord verleiht den von der VGH-Stiftung ausgelobten und mit 15.000 Euro dotierten Preis der LiteraTour Nord 2007 an Thomas Hürlimann. Hermann Kasten, Vorstandsmitglied der VGH Versicherungen übergab dem Schweizer Autor den Preis in einer Feierstunde im April 2007. Thomas Hürlimann erhält den Preis in Anerkennung und Würdigung seines dramatischen und erzählerischen Gesamtwerks, insbesondere seines Romans „40 Rosen“, in dem er mit großer erzählerischer Eleganz und jenseits aller Geschlechterrollen-Klischees die Charakterstudie einer stilvoll entsagenden Frau der Kriegsgeneration zeichnet, deren Lebensentwurf an der Seite eines Politikers zugleich ein Stück Schweizer Mentalitätsgeschichte im Umgang mit dem Nationalsozialismus enthüllt.