Zum dritten Mal hat die VGH-Stiftung ihren Förderpreis Museumspädagogik vergeben. Der Jury fiel es nicht leicht, sich bei den durchweg spannenden Projekten an die Vorgabe von max. 6 Einzelpreisen zu halten. Die Preisträger erhalten ein Preisgeld von je 2.500 Euro, das zur Umsetzung des eingereichten Projekts dient und von den jeweiligen Regionaldirektoren der VGH, den Landschaften und der VGH-Stiftung feierlich übergeben wird.
Eine ausführliche Beschreibung der umgesetzten Projekte mit weiteren Bildern können Sie sich im PDF-Format herunterladen.
Kestner-Museum Hannover
„Wie nehmen Blinde und sehbehinderte Menschen ein Museum wahr?“ Diese Frage stellten sich die Museumspädagogen. Mit ihrem Projekt „Museum anders gesehen“ wenden sie sich bevorzugt an blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche.
Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus Hildesheim
Mit seinem Projekt „Spielend Geschichte lernen“ hat sich das Stadtmuseum im Knochen-hauer-Amtshaus etwas Originelles einfallen lassen. Auf der Basis des beliebten Ravensburger Gesellschaftsspiels „Memory“ haben die Museumspädagogen einen spielbaren Katalog für große und kleine Leute entwickelt. Die 24 Bildpaare stellen wichtige Objekte und historische Situationen der Hildesheimer Stadtgeschichte dar, die in der Dauerausstellung des Museums präsentiert werden.
Dümmer-Museum Lembruch/ Kreismuseum Syke
„Von der Geest durch das Moor und umgekehrt“ – Unter diesem Titel planen das Dümmer-Museum in Lembruch und das Kreismuseum Syke eine kulturgeschichtliche und naturkundliche Entdeckungsreise durch den Landkreis Diepholz. Rund 60 km lang ist die Strecke, die von einem Museum zum nächsten führt. Kinder, Schüler und Familien können sie in selbst gewählten Etappen, auch über mehre Tage, zurücklegen. Dabei werden Themen der Museumsausstellung in der Natur wiederentdeckt und „begreifbar“.
Kreismuseum Peine
Kinder als Kuratoren einer Ausstellung? Im Kreismuseum Peine kann man das erleben. Bei dem Projekt „Kinder führen Kinder - Ein Museumstag für Kinder von Kindern“ gestalten diese eigenständig eine Ausstellung zum Thema „Schmuck“ von der Herstellung bis zum fertigen Produkt und führen Besucherkinder durch die Ausstellung.
Museumsverbund Südniedersachsen e.V. Göttingen
Im Rahmen des Projektes „Hier fehlt doch was – Kinder lassen Objekte sprechen“ geben drei ausgewählte Museen des Museumsverbundes, Kindern im Grundschulalter Gelegenheit, der bestehenden Dauerausstellung ein Objekt hinzuzufügen, das ihrer Meinung nach dort fehlt. Vom ersten Rundgang durchs Museum über die Auswahl eines geeigneten Objekts im Magazin, bis hin zur Präsentation, lernen Kinder die Aufgaben eines Museums kennen und Museumspädagogen etwas über die Sichtweise von Kindern.
Schwedenspeicher-Museum Stade
Mit der Schaffung eines „Museumspädagogischen Internet-Portals“ soll die Nachhaltigkeit in der museumspädagogischen Betreuung über den Museumsbesuch hinaus gesichert werden. Ein spezieller Service-Bereich bietet Kindern und Schülern die Gelegenheit, sich Informationen wie Unterrichtsmaterialien oder eine Dokumentation des letzten Museumsbesuches herunterzuladen oder Spiele zu spielen.
Bildnachweis:
Kestner-Museum Hannover: Christian Tepper
Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus:
Archiv Stadtmuseum
Dümmer-Museum Lembruch/
Kreismuseum Syke: Stefan Krawemeyer
Kreismuseum Peine: Christian Bierwagen
Museumsverbund Südniedersachsen: Anne-Kathrin Race
Schwedenspeicher-Museum Stade:
Archiv Schwedenspeicher-Museum