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VGH Stiftung
Preisträger 2006
 

2006 wurde der Förderpreis Museumspädagogik bereits zum fünften Mal ausgelobt. Seit seiner Einführung sind 162 Bewerbungen eingegangen, 23 Vorhaben konnten mit Hilfe des Preisgeldes umgesetzt werden. Aus den 42 Bewerbungen dieses Jahres hat sich die Jury für sechs Preisträger entschieden. Ihnen stehen zur Realisierung ihrer Projekte je 3.500 Euro zur Verfügung. Die feierliche Preisübergabe erfolgt, wie auch in den Jahren zuvor, durch die jeweiligen Regionaldirektoren der VGH, die Historischen Landschaften und die VGH-Stiftung. Die Vorhaben sind innerhalb eines halben Jahres nach Preisübergabe umzusetzen.

Heimatmuseum Bad Laer

„Zurück zu den Wurzeln“ wollen Schüler, die an dem Projekt des Heimatmuseum Bad Laer mit dem Titel „Bad-Laer@Teutopolis – Back to the roots“ teilnehmen.
Gemeinsam mit Schülern der Stadt Teutopolis in den USA, wo sich im 19. Jahrhundert Bad Laerer Bürger niederließen, erforschen beide Schülergruppen ihre Auswanderungs- bzw. ihre Einwanderungsgeschichte. Über ein Internetportal bad-laer@teutopolis sowie Internet-Konferenzen tauschen sich die Schüler über den Stand ihrer Forschungen aus und stellen ihre Ergebnisse sowohl in einer bilingualen Publikation im Internet als auch in einer Ausstellung von Schülern für Schüler vor.
Neben der weitgehend selbstständigen Erforschung im Museum und im Familienkreis verbessern Schüler ihre Fremdsprachenkenntnisse und lernen die Kommunikation im Internet.

Hoffman-von-Fallersleben-Museum Wolfsburg

Einst waren sie in aller Munde, heute haben Kinder sie im besten Fall schon einmal gehört, die Kinderlieder Hoffmanns von Fallersleben. Dem möchte das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum mit seinem geschichts- und musikpädagogischen Kontaktprogramm „Hoffmann von Fallersleben und seine Zeit – entdeckt, erspielt, ersungen“ entgegentreten.
Doch nicht nur seine Lieder sind es, die Kinder kennen lernen sollen, ein „Museumskoffer“ gibt auf unterhaltsame Art erste Einblicke in das Leben des Dichters und seine Zeit. Und wenn man sich ihm im Museum singend, spielend und dichtend genähert hat, so fällt es leicht, andere Kinder davon zu überzeugen, dass Hoffmann von Fallersleben durchaus kein Langweiler war.
Das Sing- und Spielprogramm fördert nicht nur musikalische und kreative Fähigkeiten bei Kindern, sondern bringt ihnen auch spielerisch die Inhalte des Museums nahe.

Kunsthalle in Emden

„Kunst><Musik“ lautet kurz und knapp der Titel des Projekts der Kunsthalle in Emden. Die Erkenntnis, dass sich Kunst und Musik immer wieder gegenseitig beeinflusst und ergänzt haben, hat die Museumspädagogen der Kunsthalle auf die Idee gebracht, ein Musikfestival der besonderen Art für junge Musiker der Region zu planen. Egal, ob Rap, Ska Punk oder Slam Poetry, einzige Voraussetzung für die Teilnahme ist ein selbst komponiertes Musikstück, das sich inhaltlich mit einem Kunstwerk der Sammlung auseinander setzt. Den zehn besten Teilnehmern winken die Herausgabe einer gemeinsamen CD und ein Lifekonzert in der Kunsthalle.
Die Kunsthalle in Emden schafft durch das Projekt neue Spielräume für junge Menschen, baut Schwellenängste ab und weckt Interesse am Museum.

Norddeutsches Spielzeugmuseum Soltau

Das Norddeutsche Spielzeugmuseum verfügt mit „Dingley Hall“über eines der bedeutendsten Puppenhäuser des 19. Jahrhunderts. Mit seinem Projekt „Die jungen Innenarchitekten – ein spielerischer Zugang zu historischen Räumen“ gibt das Museum Kindern Gelegenheit, sich als kleine Innenarchitekten und Raumplaner zu betätigen.
So wie die ersten „Hausherren“ von „Dingley Hall“ richten sie ihr eigenes Puppenhaus ein. Ein leerer Kubus kann mit einer Auswahl von reproduzierten Möbeln des historischen Puppenhauses nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Und wenn alle Möbel am richtigen Platz stehen und die Bilder an der richtigen Wand hängen, wird das Puppenhaus fotografiert und zum Vergleich mit anderen Puppenhäusern auf einer Website im Internet gezeigt oder man kann sie sich im Bilderbuch ansehen.
Kinder lernen auf diese Art, ihre Phantasie und Kreativität zu entwickeln und finden gleichzeitig Zugang zu den historischen Lebenswelten.

Schwedenspeicher-Museum Stade

Mit seinem Projekt „DerMuseumskarren – ein mobiler museumspädagogischer Marktstand für Stadtfeste und mehr“ hat sich das Schwedenspeicher-Museum etwas Ungewöhnliches einfallen lassen.
Kinder kommen nicht ins Museum, das Museum kommt zu ihnen. Ein „Museumskarren“ bietet ihnen künftig auf zahlreichen Stader Stadtfesten wie dem Hafenmarkt oder dem Handwerkermarkt ein unterhaltsames Spiel- und Bastelangebot zu Themen des Museums. Unter dem Motto „Die Wikinger kommen“ wird der Karren erstmalig unterwegs sein. Vier Themenkästen geben Auskunft über das Leben der Wikinger. Ob es sich um ein Spiel zu den Entdeckungsfahrten handelt oder um das Basteln eines Wikingerschiffs, für jeden ist etwas Interessantes dabei, egal welcher Altersgruppe er angehört.
Mit dem mobilen „Museumskarren“ bietet das Schwedenspeicher-Museum Kindern nicht nur ein abwechslungsreiches museumspädagogisches Spiel- und Bastelangebot vor Ort, sondern macht gleichzeitig auf die Veranstaltungen im Museum aufmerksam.

Wilhelm Wagenfeld Haus Bremen

Wer macht sich schon Gedanken darum, wie ein ganz alltägliches Senfglas entsteht? Das Wilhelm Wagenfeld Haus, das Ausstellungen zur Geschichte und Entstehung von Design und Alltagskultur konzipiert, lädt mit seinem Projekt „Das Museum in der Box – Design mobil“ Kinder zu einem Workshop ein, bei dem sie lernen, was Designer bei der Gestaltung der Dinge des täglichen Gebrauchs alles bedenken müssen. Drei transportfähige Boxen beherbergen eine Mustersammlung von Designklassikern, die zum Ansehen, aber auch zum Ausprobieren und Erforschen animiert. Wie findet man eine Form? Wie liegt etwas in der Hand, wie fühlen sich verschiedene Materialien an? Bei der Lösung der Aufgaben helfen Arbeitsblätter, die den Hobby-Designer vom ersten Entwurf bis zum fabrikationsreifen Produkt begleiten.
Mit diesem Projekt entwickeln Kinder ihre Kreativität und lernen spielerisch, sich mit den gestalteten Dingen ihres Alltags auseinander zu setzen.

Bildnachweis:
Titelfoto: Horst Wundschuh/Friederike Sattler
Heimatmuseum Bad Laer: Klaus Pontius
Hoffmann-von-Fallersleben-Museum Wolfsburg: Archiv Historische Museen der Stadt Wolfburg
Kunsthalle in Emden: Archiv Kunsthalle
Norddeutsches Spielzeugmuseum Soltau: Horst Wundschuh/Friederike Settler
Schwedenspeicher-Museum Stade: Archiv Museum
Wilhelm Wagenfeld Haus Bremen: Anja Ochsendorf

 
Flyer herunterladen
Den Flyer zum Förderpreis Museumspädagogik der VGH-Stiftung 2006 finden Sie hier als PDF zum Herunterladen.

Projektbeschreibung
Heimatmuseum Bad Laer

Projektbeschreibung
Hoffmann-von-Fallersleben-Museum Wolfsburg

Projektbeschreibung
Kunsthalle in Emden

Projektbeschreibung
Norddeutsches Spielzeugmuseum Soltau

Projektbeschreibung
Schwedenspeicher-Museum Stade

Projektbeschreibung
Wilhelm Wagenfeld Haus Bremen