"Lückekinder" in der "Bärenhöhle"
Entsprechend der gesellschaftlichen Verantwortung und der historischen Wurzeln der Landschaftlichen Brandkasse, auf deren 250-jähriges Jubiläum die VGH-Stiftung zurückgeht, unterstützt die Stiftung insbesondere Einrichtungen, die anerkannt mildtätige Zwecke verfolgen. Dazu zählt u.a. auch der Deutsche Kinderschutzbund.
Seit 40 Jahren ist der hannoversche Ortsverein des Kinderschutzbundes im Bereich der Jugendhilfe tätig. Der Verein bietet Kindern und Eltern Hilfe und Unterstützung in Arbeitskreisen und durch Projekte.
Eines dieser Projekte ist die sogenannte "Bärenhöhle" in den Räumen des Kinderschutzbundes am hannoverschen Schwarzen Bär. Hier finden die "Lückekinder", also jene Kinder, die sich selbst überlassen sind, außerschulische pädagogische Betreuung. Es sind dies derzeit etwa 25 Kinder aus 11 verschiedenen Staaten, die aufgrund von fehlenden Hortplätzen oder bestimmter familiärer Verhältnisse dieses Angebot in Anspruch nehmen können. Neben einem Mittagstisch erhalten die Kinder in der "Bärenhöhle" Unterrichtshilfen. Die pädagogische Arbeit soll die Kinder zur Integration in der Gruppe, zur gegenseitigen Rücksichtnahme und zur Übernahme von Verantwortung anleiten. Daneben kommen aber auch Freizeitaktivitäten wie Schwimmen, Basteln usw. nicht zu kurz.
Mit dem im Jahr 2002 durchgeführten Ferienprojekt von 10 Tagen Dauer sollen diejenigen Kinder, deren Eltern sich keinen Urlaub leisten können, die Möglichkeit erhalten, auf einem Bauernhof in Engensen neue Erfahrungen zu sammeln. Der Bauernhof ist speziell für den Aufenthalt von Jugendgruppen eingerichtet. So wird der Urlaub neben der Erholung auch der Stärkung und Förderung von Eigeninitiative und Identitätsfindung dienen.
Bildnachweis:
Projekt Bärenhöhle, Fotos: Deutscher Kinderschutzbund OV Hannover