Springhornhof Neuenkirchen und Kunstschule Lingen - Projekte mit Jugendlichen
Seit Jahrzehnten gibt es den Springhornhof, ein ehemaliges Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, auf dem sich die Bochumer Galeristen Ruth und Wilm Falazik Mitte der sechziger Jahre niedergelassen hatte. Mit ihrem Umzug nach Neuenkirchen ließen sie sich auf das Wagnis der Kunstvermittlung abseits der Zentren ein. Nach dem Tod von Wilm Falazik widmete sich Ruth Falazik immer intensiver ihrem Konzept, die Landschaft mit großen Skulpturen namhafter Künstler zu durchsetzen. In ihrem Projekt KUNST-LANDSCHAFT entstanden in vielen Symposien Skulpturen. Ruth Falazik ist es auch zu verdanken, dass 1980 der Kunstverein Springhornhof gegründet wurde, den die engagierte Galeristin bis zu ihrem Tod im Jahr 1997 leitete. Inzwischen entstand aus diesem vielfältigen künstlerischen Erbe die Stiftung Kunstverein Springhornhof, die das Lebenswerk des Ehepaars Falazik für die Zukunft bewahren und fortsetzen will. Der Kunstverein will vor allem auch die Auseinandersetzung Jugendlicher mit Kunst fördern, dies mit besonderem didaktischem Ansatz. Anlass für die VGH-Stiftung, ein Projekt mit Nana Petzet zu unterstützen.
Kunst mit PC und Internet
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Ein zweites Beispiel für die Projektförderung der Arbeit Jugendlicher im Bereich der Kunst gilt der Kunstschule des Kunstvereins Lingen. Diese gibt es, landesweit als erfolgreich bekannt, bereits seit 1978. Die Kunstschule des weit über die Lande wirkenden Kunstvereins Lingen, sieht in einer Zeit, in der jeder Jugendliche mit den technischen Voraussetzungen der neuen Medien vertraut ist, gerade hier Handlungsbedarf. So half die VGH-Stiftung in Lingen bei der Einrichtung von acht internetfähigen PC-Arbeitsplätzen. Die Kunstschule will kulturelle Medienarbeit als Plattform für ästhetisch-künstlerische Erfahrungen und Experimente einsetzen. Es soll eine Brücke zwischen ästhetisch-kultureller Tradition und Innovation geschlagen werden. Erstmals geschah dies nun bei einer ”Sommerakademie im Wasserturm”, die vom 11. August bis zum 22. September 2002 stattfand. Junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren beschäftigten sich mit der ”digitalen Bildgestaltung im Experiment und Spannungsfeld zur Architektur als Baudenkmal und zur aktuellen Malerei”. Ein spannendes und vor allem zukunftsweisendes Projekt.
Bildnachweis:
Ausstellung Metainventur, Kunstverein Springhornhof
© Stefan Exler
Medienraum der Kunstschule Lingen