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VGH Stiftung
Wissenschaft
 

Forschung zur Landesgeschichte
Landtagsabschiede des Hochstifts Hildesheim

Das Engagement der VGH-Stiftung im Bereich Wissenschaft konzentriert sich insbesondere auf Forschungsprojekte und knüpft so an das Wirken von G.W. Leibniz an, dem sich die Landschaftlichen Brandkasse seit ihrer Gründung verbunden fühlt. Geschichtliche Dokumente zu erfassen, zu sichern und einer breiten Öffentlichkeit in einer abschließenden Publikation zugänglich zu machen, ist das Ziel des Forschungsprojektes zu den Landtagsabschieden des Hochstifts Hildesheim.

Während für andere niedersächsische Territorien, so die Fürstentümer Calenberg oder Lüneburg, Editionen aus der Zeit um 1800 eine Vorstellung dessen vermitteln, was auf den jeweiligen Landtagen verhandelt worden ist, fehlte es für das Hochstift Hildesheim gänzlich an entsprechenden Vorarbeiten. Aber nicht zuletzt wegen der konfessionellen Spannungen, die in diesem geistlichen Staat ausgeglichen werden mussten, versprach die Erfassung dieser Landtagsabschiede interessante Erkenntnisse und Ergebnisse von mehr als nur regionaler Bedeutung. In einer Publikation werden diese nun erfasst. Dabei sollen nicht nur die Landtage seit 1680, sondern auch die Verhandlungsgegenstände benannt und die Landtagsabschiede (Rezesse) im Wortlaut abgedruckt werden.

Es gab keinen Gegenstand von öffentlichem Interesse, der nicht auf den Landtagen vorgebracht worden wäre. In den Rezessen, den Landtagsabschieden, die der Fürst nach Abschluss der Verhandlungen erließ, manifestierten sich die politischen Kräfteverhältnisse im Lande. Das ganze Feld der inneren Politik - Rechtsprechung, Polizei, Wirtschaftsförderung, Bildung und Religion, Gesellschaftspolitik und Sozialfürsorge - breitet sich aus. Wer immer Landesgeschichte schreiben will, kommt an den Landtagsverhandlungen nicht vorbei.

Bildnachweis:
Hildesheimer Landtagsabschiede, 19.6.1645
(Niedersächsisches Landesarchiv – Hauptstaatsarchiv Hannover Hild. Br. 12 Nr. 185)

 
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