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VGH Stiftung
Bildende Kunst / Museumspädagogik
 

Expedition ins Jenseits
Kindgerechte Ausstellung zum Thema Tod

Was passiert mit mir wenn ich tot bin? Diese Frage stellen sich nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder. Denn bereits in der Kindheit ist man mit den vielen Aspekten des Todes - und somit auch mit dem Wissen über die eigene Vergänglichkeit - konfrontiert: das Haustier liegt plötzlich leblos da, ein Klassenkamerad kommt aus dem Krankenhaus nicht wieder zurück oder ein Todesfall in der Familie wird zum schmerzhaften Verlust.

Trotz einer Fülle an angebotenen Erklärungsmustern für den Tod und für das Danach - sei es seitens der Religionen oder der Wissenschaft – bleibt das Sterben für Erwachsene und Kinder ein immer währendes Rätsel. Angesichts dieser Ungewissheit und Ohnmacht ist es oft nicht einfach, darüber ins Gespräch zu kommen, zumal in der westlichen Gesellschaft die Themen Jugend und Gesundheit die Aspekte des Alterns und des Sterbens immer mehr zu verdrängen scheinen.
Die interaktive Ausstellung „Erzähl mir was vom Tod…“, die von Februar bis Juli 2006 im Forum des Landesmuseums Hannover zu sehen ist, will keine Antworten geben, sondern zu Gesprächen zwischen Erwachsenen und Kindern über das Sterben anregen.

Der von der VGH-Stiftung angeregte Raum zum christlichen Abendland wurde in die Ausstellung integriert und bietet dem Besucher einen Einblick in die drei wichtigsten abendländischen Weltreligionen. Angelegt ist er als Raum des Nachdenkens und der Ruhe. Mittels Bildern von Friedhöfen, Kirchen, Moscheen und Synagogen werden die unterschiedlichen Sichtweisen des göttlichen Geborgenseins, des Schutzes und Trostes aufgezeigt.

Der Tod ist ein bedeutender Bestandteil unserer Kultur, den es in unserem gesellschaftlichen Bewusstsein immer wieder neu zu verankern gilt. Deshalb war es der VGH-Stiftung ein Anliegen, eine Ausstellung zu fördern, die dieses sensible Thema auch Kindern zugänglich macht.

Zeitgenössische Kunst für Kinder und Jugendliche
Vermittlungsansätze in Theorie und Praxis

Im November 2005 unterstützte die VGH-Stiftung die dreitägige Fachtagung „Neue Formen der Kunstvermittlung fördern“, die von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel durchgeführt wurde. An der Veranstaltung nahmen über 150 Kunstpädagogen, Kunsthistoriker, Kunstschaffende und Kuratoren aus ganz Niedersachsen und darüber hinaus teil, die über innovative Strategien und Methoden der Vermittlung von zeitgenössischer Kunst in Museen, Kunstvereinen und Schulen diskutierten. Ein aktuelles Thema, da sich in den letzten Jahren nicht nur die Inhalte und Präsentationsformen zeitgenössischer Kunst, sondern auch die Rezeptionsgewohnheiten der Betrachter verändert haben.

Viele Aspekte wurden von den Referenten und Teilnehmern der Tagung aus dem In- und Ausland nicht nur theoretisch, sondern auch an zahlreichen praktischen Beispielen diskutiert. Dabei stand insbesondere die handlungsorientierte Vermittlung im Vordergrund, die von bereits vorhandenen Erfahrungen und Haltungen des Betrachters sowie emotionalen Reaktionen auf das Gesehene ausgeht. Eine Herangehensweise, die weniger an der Weitergabe von bildungsbürgerlich angeeigneten Kenntnissen interessiert ist und die sich insbesondere bei konzeptionellen, installativen oder medienübergreifenden Kunstwerken anbietet. Eine Auswahl der Beiträge der Tagung wird im Frühjahr 2006 in einer Publikation veröffentlicht, die in der hauseigenen Reihe der Bundesakademie „Wolfenbütteler Akademie-Texte“ erscheint.

Im Förderbereich Bildende Kunst engagiert sich die VGH-Stiftung für die Vermittlung von Bildender Kunst an Kinder und Jugendliche. Vor diesem Hintergrund fördert die Stiftung neben Tagungen, die eine stärkere Professionalisierung in der Kunstvermittlung zum Ziel haben, insbesondere innovative kunstpädagogische Projekte. So unterstützt die VGH-Stiftung beispielsweise die Ausstellung „Play Station“ (5. März – 2. Juli 2006) im Sprengel Museum Hannover, die Kindern eine lebendige und spielerische Auseinandersetzung mit aktueller Kunst ermöglichen will.

Bildnachweis:
Pressefoto zur Ausstellung „Erzähl mir was vom Tod“
© Bundesakademie Wolfenbüttel

 
Jahresbericht 2005 herunterladen
Den Jahresbericht können Sie hier als PDF-Datei herunterladen. (7,6 MB)