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VGH Stiftung
Literatur
 

Ran an die Bücher!
Projekt „Celler Lese-Experten"

„Wie muss ein gutes Kinderbuch sein? Falls du mich fragst, so könnte ich dir nach reiflicher Überlegung nur antworten: es muss gut sein!“ Diese plausible Aussage stammt von der schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, die mit ihren unzähligen Geschichten und Figuren die Literatur für Kinder bereichert hat. Doch wer entscheidet eigentlich darüber, wann ein Kinderbuch wirklich gut ist? Betrachtet man sich die Besetzung der Jurys von deutschen Kinderbuchauszeichnungen und –preisen fällt auf: meist bewerten Erwachsene die Qualität der Geschichten.

Doch was sagen eigentlich Kinder zu diesen Entscheidungen, stimmen sie bei der Bewertung von Kinderliteratur mit den Meinungen der Erwachsenen überein, oder haben sie ganz eigene Vorstellungen zu einem wirklich guten Kinderbuch? Das Projekt „Celler Lese-Experten“ geht in einem innovativen Projekt genau dieser Frage nach. Es fordert alle Kinder zwischen 11 und 13 Jahren auf, sich im Schuljahr 2006/7 selbst eine Meinung über die meist prämierten Bücher zu verschaffen und diese kritisch zu bewerten.

Um zu testen, müssen die Kinder natürlich eines tun: die Bücher lesen. Mindestens drei der zur Auswahl stehenden Titel muss ein Kind bis zum Abschluss des Projektes gelesen und mit einer kurzen Rezension bewertet haben, um sich den Titel „Celler Leseexperte“ zu sichern. Belohnt wird die Mühe mit kleinen Preisen und einer Urkunde, die in einer abschließenden Festveranstaltung überreicht wird.

Umgesetzt wird das Projekt von der Bibliotheksgesellschaft Celle in enger Zusammenarbeit mit den Bibliotheken im Landkreis Celle. Insgesamt 16 öffentliche Bibliotheken sind an dem Projekt „Celler Leseexperten beteiligt. Hier können sich Kinder die Bücher ausleihen, sich in regelmäßigen „Expertentreffs“ austauschen und an vielen Rahmenaktionen, wie z.B. Lesungen, teilnehmen.

Das Projekt „Lese-Experten“ verknüpft gleich zwei Förderschwerpunkte der VGH-Stiftung: zum einen macht es Kindern und Jugendlichen Lust aufs Lesen und lässt sie die Bibliotheken für sich entdecken. Zum anderen unterstützt das Projekt die Büchereien dabei, den Bestand an Jugendliteratur zu erweitern und potentielle neue Benutzer zu gewinnen.

Krieg und Frieden
Spannungsreiches Literaturprogramm

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr veranstaltete die VGH-Stiftung auch 2005 ein literarisches Programm begleitend zu den Niedersächsischen Musiktagen. Dabei wurde in bewährter Form das Thema der Musiktage aufgegriffen und an verschiedenen Orten in Niedersachsen angeboten.

„Krieg und Frieden“ spielen in der Literatur eine große Rolle, denn die Schriftsteller jeder Zeit verarbeiteten ihre Erfahrungen und Erlebnisse in großen Epen, heroischen Gedichten, Versen, Romanen, Essays und Tagebüchern. Sie finden bis in die heutige Zeit Worte für das Leiden, die Angst, den Wahnsinn der Schlacht, aber auch für den Triumph des Mächtigen, die Bewunderung für den Krieger, die Sogwirkung des Kämpfens. Und sie sprechen über die Sehnsucht nach Frieden.

Das Programm fand bei Publikum und Kritikern gleichermaßen hohen Anklang und wird 2006 unter dem Titel „Literaturfest Niedersachsen“ stattfinden - dann zum viel versprechenden Thema „Die Liebe…“.

Bildnachweis:
© VGH-Stiftung
Titelmotiv „Krieg und Frieden", © Sandra Wildeboer

 
Jahresbericht 2005 herunterladen
Den Jahresbericht können Sie hier als PDF-Datei herunterladen. (7,6 MB)