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VGH Stiftung
Bildende Kunst / Museumspädagogik
 

„Gestatten, ich bin dein Schatten!"
VGH-Stiftung fördert Ausstellung für Kinder

Die Ausstellung „Gestatten, ich bin dein Schatten!", die vom kek - Kindermuseum für Bremen e.V. entwickelt wurde und im Oktober 2006 für insgesamt 6 Wochen im Bremer Krankenhaus Museum zu sehen war, stellte unseren stillen Begleiter in einem innovativen Ausstellungskonzept vor: In verschiedenen Stationen wurde der Schatten als Spielpartner erlebbar und als Projektion und Inspiration erfahrbar.

So konnten Kinder in der Silhouettierwerkstatt – wie in der Aufklärungszeit üblich und beliebt – Schattenporträts herstellen oder bei der Station „Mit der Schere zeichnen“ auf den Spuren des Künstlers Henri Matisse wandeln und eigene Bildkompositionen entwerfen. Seit jeher spielt der Schatten auch eine wichtige Rolle im Theater: auf verschiedenen Bühnen konnten die kleinen Besucher ein eigenes Schattentheater entwickeln oder mit großen Schattenfiguren ein Stück aufführen. Auch Silhouettenfilmefilme konnten – ganz nach dem Vorbild der Filmemacherin Charlotte Reiniger – an einen Trickfilmtisch erstellt und aufgezeichnet werden.

„Gestatten, ich bin dein Schatten“ war bereits die dritte Mitmachausstellung, die vom kek für Bremen e.V. präsentiert wurde. Nach der Station in Bremen war das innovative Ausstellungskonzept auch als Wanderausstellung in Teilen oder komplett ausleihbar.

Der gemeinnützige Verein Kek-Kindermuseum für Bremen e.V. wurde 2004 gegründet und setzt sich für die Gründung eines Kindermuseums in Bremen ein. Ziel ist es, mit dem Kindermuseum einen außerschulischen Lernort einzurichten, an dem Kinder und Jugendliche kulturelle und soziale Themen in interaktiven Ausstellungen erarbeiten können.

Den Vorfahren auf der Spur
Schüler erforschen Migrationsgeschichte

Schaltet man dieser Tage die Nachrichtensendungen ein, ist das Thema Migration allgegenwärtig: ganze Flüchtlingsströme bewegen sich weltweit über die Grenzen von Ländern und Kontinenten hinweg, Menschen verlassen zu Tausenden ihre Heimat und begeben sich dabei auf eine Reise ins Ungewisse. Mit sich tragen sie die Hoffnung nach einem Neuanfang, einer besseren wirtschaftlichen Situation oder nach einem Leben ohne Krieg und Diskriminierung. Viele richten ihren Weg bei dieser Suche gen Europa.

Doch es ist noch nicht allzu lange her, da bewegten sich die Flüchtlingsströme mit denselben Hoffnungen und Nöten wie heute aus Europa hinaus Richtung neue Welt: so verließen allein zwischen 1820 und 1900 fünf Millionen Menschen deutsche Gebiete und setzten über nach Nordamerika.

Ein museumspädagogisches Projekt der besonderen Art brachte jetzt deutsche und amerikanische Schüler auf der Spurensuche nach der Geschichte der gemeinsamen Vorfahren zusammen: die kontinent-übergreifende Initiative „Badlaer@teutopolis - back to the roots“ erforschte die Migrationsgeschichte des niedersächsischen Ortes Bad Laer, aus dem insbesondere im 19. Jahrhundert Auswandererfamilien in die Vereinigten Staaten aufbrachen. Viele davon bauten sich als Farmer und Bauern eine neue Existenz in dem Ort Teutopolis in Illinois auf.

Mit dem museumspädagogischen Projekt, das 2006 mit dem Förderpreis der VGH-Stiftung ausgezeichnet wurde, beschäftigen sich Schüler diesseits und jenseits des Atlantiks fächerübergreifend mit dem Thema Migration: sowohl im Fremdsprachen- als auch im Geschichtsunterricht wurden Fragen rund um das Thema Auswanderung beantwortet. Über ein Internetportal und über Internetkonferenzen entwickelte sich ein reger Erfahrungsaustausch deutscher und amerikanischer Jugendlicher. So entstand eine sinnvolle Ergänzung zu den bereits bestehenden musealen Präsentationen sowohl im Heimatmuseum Bad Laer als auch in der Historical Society Teutopolis und Geschichte wurde lebendig.

Bildnachweis:
„Gestatten ich bin dein Schatten!"; Fotos: Claudia Hoppens
Foto mit frdl. Genehmigung Ludwig Wahlmayer

 
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Den Jahresbericht können Sie hier als PDF-Datei herunterladen. (3,1 MB)