Autoren in der Schule
Schreibwerkstätten für Jugendliche
Mit dem Schuljahr 2006/2007 startete die VGH-Stiftung gemeinsam mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis Niedersachsen e.V. und dem Niedersächsischen Kultusministerium das Projekt „Autoren in der Schule“. Ziel des Angebotes ist es, Schülerinnen und Schüler von der 9. bis 13. Klasse im Bereich des kreativen Schreibens zu fördern.
Bei dem gemeinsamen Experimentieren mit der Sprache steht nicht allein die Qualität der Texte im Vordergrund, sondern der Spaß am Schreiben und am Ausprobieren verschiedenster literarischer Stile und Techniken. Die Schüler sammeln so eigene Erfahrungen mit innovativen Schreibmethoden, lernen das selbständige schriftliche Formulieren der eigenen Gedanken und reflektieren durch den Schreibprozess sich und ihre Umwelt. Außerdem setzen sie sich im Rahmen des Projektes nicht nur mit deutscher Gegenwartsliteratur auseinander, sondern sie lernen die Autoren „leibhaftig“ kennen: das eröffnet die Möglichkeit, Fragen zu stellen und gemeinsam aktuelle Themen der Literatur zu diskutieren.
Die Vermittlung von kulturellen Werten an Kinder und Jugendliche gehört zu den Schwerpunkten der VGH-Stiftung. „Autoren in der Schule“ kann hier als Modellprojekt gesehen werden, denn mit der Initiative wird eine Zielgruppe angesprochen, die nur schwerlich für das Lesen zu begeistern ist und folglich die wenigsten Leser aufweist: Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren.
Das Projekt „Autoren in der Schule“ ist eingebunden in die Initiative „Jugend liest und schreibt“ der VGH-Stiftung, in deren Rahmen im Jahr 2007 erstmalig das Leseprojekt „Julius-Club“ stattfinden wird.
Sternstunden der Literatur
Thomas Hürlimann erhält Preis der LiteraTour Nord
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Mehr als 300 Gäste waren in das Hauptgebäude der VGH Versicherung Hannover gekommen, um die Preisvergabe an Thomas Hürlimann mitzuerleben. Der Schweizer Autor hatte sich bei der Lesereise der LiteraTour Nord mit seinem Roman „Vierzig Rosen“ gegen fünf andere Autoren durchgesetzt. Am 20. April wurde er in einer Feierstunde mit dem mit 15.000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet. Die VGH-Stiftung war erstmalig Partner der innovativen Lesereihe.
Der Preis der im Jahr 1992 gegründeten LiteraTour Nord ist eine begehrte Auszeichnung. Um diese zu erhalten, treten jedes Jahr fünf Autoren der Gegenwartsliteratur gegeneinander an und stellen sich und ihr aktuelles Werk in fünf norddeutschen Städten vor. Hierbei müssen sie nicht nur vor einer Jury bestehend aus Veranstaltern, Moderatoren und Förderern bestehen, sondern auch vor Publikum, das nach jeder Veranstaltung ebenfalls sein Votum abgibt. Im Winterhalbjahr 2006/2007 präsentierte die LiteraTour Nord die Autoren Gregor Hens, Angela Krauss, Marlene Streeruwitz, Thomas Hettche, Thomas Hürlimann und Katharina Hacker.
Bei der Literaturveranstaltung geht es jedoch nicht nur um die Präsentation von neuer Literatur, auch die Diskussionen zwischen Autor und Publikum spielt eine wichtige Rolle und ist ein Merkmal der LiteraTour Nord. Zudem versteht sich die LiteraTour Nord als ein Diskussionsforum für den aktuellen Literaturbetrieb und die akademische Literaturwissenschaft. Aus diesem Grund sind die Lesungen Gegenstand von Lehrveranstaltungen an Universitäten und geben insbesondere Studenten die Möglichkeit, mit zeitgenössischen Autoren ins Gespräch zu kommen.
Die VGH-Stiftung hat die LiteraTour Nord im vergangenen Jahr zum ersten Mal unterstützt. Gemeinsam wurde ein neues Design für die Präsentation der Reihe erarbeitet, um die LiteraTour Nord zeitgemäß zu präsentieren. Außerdem wurde eine neue Internetpräsenz unter www.literatournord.de
eingerichtet.
Bildnachweis:
Foto: Helge Krückeberg, © VGH-Stiftung
Foto: Helge Krückeberg, © VGH-Stiftung