Ein Blind Date mit der Kunst
Neue Aspekte der Kunstvermittlung
Eine breite Öffentlichkeit an die Inhalte der zeitgenössischen Kunst heranzuführen ist ein wichtiges Ziel der VGH-Stiftung im Bereich der Bildenden Kunst. Aus diesem Grund unterstützt die Stiftung die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen der Kunstvermittlung.
Im Sommer 2007 förderte sie das Symposion „Blind Date: Zeitgenossenschaft als Herausforderung“, organisiert vom Institut für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik der Universität Bremen und der Gesellschaft für Aktuelle Kunst. Kunstwissenschaftler, Pädagogen und Kuratoren diskutierten im Rahmen der internationalen Tagung aktuelle künstlerische Positionen und ihre Rezeption in Museen und Kunstvereinen, in Publikationen und in der Wissenschaft. Denn für viele Kulturinteressierte ist die Begegnung mit zeitgenössischer Kunst eine Herausforderung, ein Zusammentreffen mit offenem Ausgang, ein „Blind Date“. Für den Umgang mit ihr gilt es, zeitgemäße Strategien zu entwickeln.
Die Stiftung ermöglichte nicht nur die Durchführung der Tagung, sondern auch die Herausgabe des Tagungsbandes.
Kunst für Kinder
Expedition ins Tierreich
Die VGH-Stiftung fördert im Bereich Bildende Kunst neben museumspädagogischen Angeboten auch Ausstellungsprojekte, die sich spezifisch an ein junges Publikum richten. Gemeinsam mit der VGH-Regionaldirektion Hannover unterstützte sie die Ausstellung „Expedition ins Tierreich“ im Sprengel-Museum. Hier machten sich die Kuratoren auf die Suche nach farbenfrohen Tiergestalten und rätselhaften Fabelwesen in den Werken der umfangreichen Museumssammlung und wurden fündig.
So lassen sich im Werk von Nikki de Saint Phalle eine Vielzahl tierischer Figuren finden, Kurt Schwitters erweckte den komischen Vogel „Schacko“ zum Leben und Marino Marini kreierte Pferdeskulpturen. Neben Werken aus der Sammlung präsentierte die Ausstellung auch zeitgenössische Kunst: Phillip Zaiser ließ einen großen Elsterschwarm im Museum innehalten und Zilla Leutenegger zeigte in ihrer Videoarbeit, wie ein kleines Mädchen einen Bären zu zähmen scheint. Besonders spannend für die Besucher war der Gang durch einen abgedunkelten, mit Schwarzlicht beleuchteten Raum, in dem Tierskulpturen mit Hilfe von Taschenlampen entdeckt werden konnten.
Bildnachweis:
Grünfeld, Misfit (Schaf/Bouvier), 2007, Courtesy Galerie Michael Janssen und Künstler © VG Bild-Kunst, Bonn, 2008