Gut Oerichsheil in Oederquart
Erneuerung einer historischen Brücke und Baumallee
Das Gut Oerichsheil in Oederquart bei Freiburg/Elbe, war vom Mittelalter an bis zum Verkauf 1928 im Besitz der Familie von der Decken, ein alt-niedersächsisches Adelsgeschlecht. Die Grundelemente des Guts sind bis heute erhalten: das Wohnhaus von 1783 steht auf einem Grundstück, dass von einem Hofgraben mit begleitenden Alleen eingefasst wird. Die Baumreihen westlich des Guts dienten vornehmlich dem Windschutz und so haben Stürme und der feuchte Standort starke Spuren an den bis zu 250 Jahre alten Linden dieser Westallee hinterlassen.
Dadurch waren sehr viele Bäume abgestorben oder in einem äußerst kritischen Zustand und größere Lücken störten das Gesamtbild, so dass eine Fällung und Neupflanzung die einzig sinnvolle Maßnahme war. Die neuen Winterlinden wurden in sehr engen Abständen exakt an die alten Standorte gepflanzt, um das überlieferte Erscheinungsbild zu erhalten. Neben der Wiederherstellung dieser Allee wurde auch die schadhafte Brücke über den Hausgraben, die seit dem 18. Jahrhundert den Zugang des Guts
kennzeichnet, originalgetreu erneuert.
Die VGH-Stiftung unterstützte diese nachhaltige Maßnahme, um das historische Orts- und Landschaftsbild von Oederquart zu bewahren. Denn die eindrucksvolle Westallee und die markante Brücke sind die ältesten und prägnantesten Elemente des unter Denkmalschutz stehenden Guts und dokumentieren dessen Geschichte.
Bildnachweis:
Westallee auf Oerichsheil, Foto Jens Beck