Pressemitteilung vom 19. März 2007
Die Erschließung des schriftlichen Nachlasses von Friedrich Karl v. Hardenberg (1696 – 1763) ist die Grundlage für jedwede wissenschaftliche Forschung über den hannoverschen Diplomaten und Leiter des kurfürstlichen Garten- und Baudepartements, der wohl den meisten seiner Kollegen und auch Vorgesetzten intellektuell weit überlegen war.
In den Dokumenten, Tagebüchern und Briefen werden Hardenbergs Leben und vor allem seine umfangreichen europaweiten Kontakte auf wissenschaftlicher, künstlerischer und politischer Ebene deutlich. Hardenberg war unter anderem an der Gründung der Sternwarte und der Akademie der Wissenschaften in Göttingen beteiligt; er war der Erzieher seines Neffen, des späteren preußischen Staatskanzlers und Reformers Karl August von Hardenberg. Er war Diplomat und Förderer von Wissenschaftlern und Künstlern in ganz Europa.
„Wissenschaft schafft Grundlagen und ist deshalb von großem Nutzen für die Allgemeinheit. Vor diesem Hintergrund ist die Fördertätigkeit der VGH-Stiftung im Bereich Wissenschaft zu verstehen. Die Bearbeitung des Nachlasses v. Hardenbergs legt genau diesen Grundstein und kann damit das Wirken und Leben dieses außergewöhnlichen Mannes auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.“ so Friedrich v. Lenthe, Vorstandsvorsitzender der VGH-Stiftung, bei der Vorstellung des Findbuches im Hardenbergschen Haus.
Das Projekt Friedrich Karl v. Hardenberg ist für die VGH-Stiftung ein wichtiger Teil der Fördertätigkeit. Dr. Bernd Adam wurde die Erschließung des Nachlasses im Hardenbergschen Gutsarchiv Lietzen übertragen. Mit Frau Dr. Gustava-Alice Klausa, Wilken von Bothmer, Prof. Dr. Marcus Köhler, Prof. Dr. Rainer Schöwerling, Dr. Thomas Schwark, und Michael Heinrich Schormann, von der VGH-Stiftung, fand sich ein interdisziplinärer Arbeitskreis, der das Projekt getragen hat.
Die VGH Stiftung - aus Anlass ihres 250-jährigen Jubiläums von der Landschaftlichen Brandkasse gegründet - fördert Projekte in den Bereichen Kultur, Mildtätigkeit und Wissenschaft. Im Förderbereich Denkmalpflege sind die Restaurierung von Gartendenkmalen und die Restaurierung von Kulturgütern in Archiven, Bibliotheken und Museen das Arbeitsgebiet der Stiftung. Neben der Projektförderung sind es die Eigenveranstaltungen und die Preise, die das Profil der Stiftung ausmachen.
Die heutige Pressekonferenz in Hardenbergs Dienstsitz zeigt die Verbundenheit der VGH Versicherungen als Stifter mit der Geschichte unserer Heimat. Schließlich ist die VGH gemeinsam mit dem Sparkassenverband Niedersachsen, der Sparkasse und der NORD/LB die Träger des Hardenbergschen Hauses. Alle Träger sind gemeinwohlorientiert tätig. Und damit arbeiten sie gleichsam im Geiste von Friedrich Karl v. Hardenberg, der mit seinen breitgefächerten Interessen immer den Nutzen der Dinge für die Allgemeinheit im Blick hatte.