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VGH Stiftung
Ergebnisse einer historischen Spurensuche
VGH-Stiftung fördert Forschungsprojekt zu Inschriften der Lüneburger Heideklöster
 

Pressemitteilung vom 29. April 2008

Seit vielen Jahren ist die Göttinger Inschriftenkommission damit beschäftigt, mittelalterliche und frühneuzeitliche Inschriften in Niedersachsen zu sammeln und zu publizieren. Dank der Unterstützung durch die VGH-Stiftung steht seit Herbst 2006 ein historisch besonders spannendes Vorhaben im Fokus: die Erfassung der Inschriften der Lüneburger Heideklöster. Der Bestand beläuft sich auf etwa 320 Inschriften, die zum Großteil im Original erhalten sind und aus der Zeit vom 13. bis zum 17. Jahrhundert stammen. Aus der wissenschaftlichen Arbeit in den Klöstern in Ebstorf, Medingen, Wienhausen, Lüne, Isenhagen und Walsrode wurde heute im Kloster Lüne der Öffentlichkeit berichtet.
 
Bei den untersuchten Inschriftenträgern handelt es sich insbesondere um Grabdenkmäler sowie Ausstattungsstücke aus dem kirchlichen Bereich, wie z.B. Altäre, Kanzeln, Kelche, Glocken, Textilien, Gemälde und Glasmalereien in den Kirchen- und Kreuzgangfenstern. Beispielhaft hervorzuheben sind hier als große mittelalterliche Inschriftenprogramme die Wandmalereien im Nonnenchor in Wienhausen und der Gemäldezyklus im Ebstorfer Kreuzgang. Ebenfalls von besonderem Interesse sind die Zeugnisse lutherischer Frömmigkeit des 17. Jahrhunderts. Das gilt insbesondere für verschiedene um 1650 für das Kloster Lüne angefertigte Gemäldezyklen und Schrifttafeln, deren Inschriften auf die Erneuerung der Frömmigkeit im Kloster zu zielen scheinen.
 
Eine wichtige Gruppe der Inschriftenträger stellen die Denkmäler des Totengedenkens dar: die Inschriften auf Grabplatten, Epitaphien und, wie im Fall der Gruft im Kloster Lüne, auch die Inschriften der Särge geben Auskunft über den damaligen Umgang mit Tod und Vergänglichkeit, dienen aber zugleich der Repräsentation einer Person, ihrer Familie oder des betreffenden Klosters.
 
Bereits im achten Jahr fördert die VGH-Stiftung Projekte in den Bereichen Kultur, Mildtätigkeit und Wissenschaft. Wissenschaft schafft Grundlagen und ist deshalb von großem Nutzen für die Allgemeinheit. Vor diesem Hintergrund ist die Fördertätigkeit der VGH-Stiftung im Bereich Wissenschaft zu verstehen.
 
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