Pressemitteilung vom 14. Juli 2008
Die VGH-Stiftung verleiht zum 7. Mal ihren Förderpreis Museumspädagogik für innovative museumspädagogische Projekte. Bisher konnten durch den Förderpreis 35 Projekte verwirklicht werden; in diesem Jahr kommen sechs weitere hinzu. Mit Hilfe des Preisgeldes von jeweils 3.500 Euro werden die von der Jury ausgewählten Vorhaben innerhalb von sechs Monaten umgesetzt. Die Preisträger 2008:
Mit seinem Forschungsvorhaben „Die Elbe trennt - die Elbe verbindet“ gibt das Alte Zollhaus Hitzacker Schülern Gelegenheit, durch die Vermessung des immer wieder versandenden Teils des Flussbettes der Elbe etwas über die schwierige politische Grenzsituation an der Elbe vor 40 Jahren zu erfahren. Welche Probleme bei der Festlegung der Fahrrinne entstehen können, stellen sie beim Experimentieren am Modell fest.
Mit seinem „Lernzirkel Mensch und Pferd“ gibt das Deutsche Pferdemuseum Verden Schülern die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung die biologischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mensch und Pferd zu erarbeiten. Über das eigene Erleben wird Wissen nachhaltig verankert und der Zugang zum wissenschaftlichen Arbeiten erleichtert.
Was sich hinter den Kulissen eines Museums verbirgt, erfahren Kinder ab der 5. Klasse, die an dem Vorhaben des Museums Nienburg, „Schüler erkunden die Arbeitsplätze des Museums“ teilnehmen. Bei ihren Recherchen lernen sie das Regionalmuseum als Ort vielfältiger Arbeitsplätze und außerdem die Kernaufgaben eines Museums kennen.
„Fütterung der Vögel im Winter – eine Hilfe mit Risiken und Nebenwirkungen’?“ fragt das Naturmuseum Lüneburg und wendet sich damit an Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren. Über die Recherche und im praktischen Versuch sollen diese klären, ob und welche Gefahren Winterstreufutter für Vögel birgt. Gleichzeitig werden Kinder damit zum naturwissenschaftlichen Forschen angeregt.
Beim Vorhaben „
www.mein-menschenbild.de“ des
Ostfriesischen Landesmuseums Emden sind Jugendliche ab 14 Jahren aufgerufen - ausgehend von Porträts der Gemäldesammlung - anhand von Biografien und anderen Zeitzeugnissen für eine der dort abgebildeten Persönlichkeiten je eine digitale Homepage zu erstellen. In einer vorbildarmen Zeit erfahren junge Menschen im Zuge dieser intensiven Auseinandersetzung etwas über sich und ihre eigenen Ziele und Wünsche.
„70 x 70“, so der knappe Titel des Vorhabens, für das die Städtische Galerie Wolfsburg ausgezeichnet wird. Zum 70-jährigen Stadtjubiläum gestalten Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren mit fachkundiger Unterstützung 70 unterschiedliche Postkarten mit Ansichten der Stadt Wolfsburg. Besonders junge Menschen mit Migrationshintergrund haben die Möglichkeit, sich mit ihrer Stadt auseinander zu setzen und vertraut zu machen.
Die Preisvergaben finden in den Monaten Oktober und November 2008 statt.