Pressemitteilung vom 9. Juli 2009
Die VGH-Stiftung verleiht zum 8. Mal ihren Förderpreis Museumspädagogik für innovative museumspädagogische Projekte. Bisher konnten durch den Förderpreis 41 Projekte verwirklicht werden; in diesem Jahr kommen sechs weitere hinzu. Mit Hilfe des Preisgeldes von jeweils 3.500 Euro werden die von der Jury ausgewählten Vorhaben innerhalb von sechs Monaten umgesetzt. Die Preisträger 2009:
„Die dramatische Rettung des Küstenseglers ORA ET LABORA im Jahr 1909 – ein Hörspielprojekt“, so der Titel des Projektes, mit dem das Deutsche Sielhafenmuseum in Carolinensiel Schüler der 7. Klasse auffordert, sich mit dem Rettungswesen an der deutschen Nordseeküste einst und heute auseinanderzusetzen. Ihre Erfahrungen verarbeiten sie in einem selbst produzierten Hörspiel, das das tragische Schicksal des Frachtseglers ORA ET LABORA und des Horumersieler Rettungsboots VEGESACK thematisiert. In einem ganzheitlichen Ansatz lernen Jugendliche auf diese Weise ein wichtiges Thema ihrer Region kennen.
„Hoffmann-Lieder im Sound unserer Zeit“ - mit diesem musik- und museumspädagogischen Konzept möchte das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum Schülern der Jahrgangsstufe 4 – 6 eine Brücke zu den Texten des bekannten Dichters bauen. Im Zuge der Konfrontation mit aktuellen künstlerischen und musikalischen Ausdrucksformen entdecken sie, dass die romantische und politische Lyrik auch heute noch Kraft und Aktualität besitzt.
Mit seinem Vorhaben „Experimentierwerkstatt Zukunfts-Spiele“ gibt das Spielmuseum Soltau/Norddeutsches Spielzeugmuseum Schülern ab 9 Jahren die Möglichkeit, mit neuesten Technologien kreativ zu arbeiten. Über die historischen Spiele des Museums lernen sie verschiedene Spielprinzipien kennen und entwerfen mit Hilfe von Robotik-Materialien ihre eigenen interaktiven Wunschspiele. Mithilfe dieser neuen Technologien sollen junge Erwachsene für das Museum begeistert werden.
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – mit diesem Projekt möchte das Ostfriesische Landwirtschaftsmuseum Campen Familien und Touristen aus den nahegelegenen Ferienorten für seine Ausstellung zur Sozialgeschichte der ostfriesischen Landarbeiter begeistern. Neue, insbesondere kindgerechte bebilderte Informationstafeln sowie ein Begleitheft mit Informationen und Aufgaben zu den Bildern sollen die historischen Themen auf unterhaltsame Weise vermitteln.
Die Weserburg/ Museum für moderne Kunst wendet sich mit seinem Konzept „Stadtgeschichten. Spuren und Zeichen der Urban Art“ an Jugendliche mit Behinderungen des Martinsclubs Bremen. Ausgehend von der Ausstellung „Urban Art“ entdecken die Teenager im Museum und auf der Straße die verschiedenen Gesichter von Kunst im Stadtgebiet. Über eigene Kunstaktionen treten sie in einen Dialog mit den Stadtbewohnern und erleben durch die Entwicklung eigener Kunstwerke ihr kreatives Potenzial.
Die Preisvergaben finden in den Monaten Oktober und November 2009 statt.