Denkmalpflege

Förderung der Denkmalpflege bedeutet für die VGH-Stiftung Erhalt und Pflege von Gartendenkmalen und beweglichem Kulturgut in Archiven, Bibliotheken und Museen.

Mit der Bewahrung dieser historischen Zeugnisse wird ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Kulturgeschichte unseres Landes geleistet.

Die Beispiele sprechen für sich.

IHR PROJEKT.

Wenn Sie selbst ein Projekt im Bereich Denkmalpflege auf die Beine gestellt haben, dann stellen Sie doch gleich Ihren Förderantrag

Sanierung der Ostterrasse der Villa im Landschaftspark Breidings Garten

Schaut man am Nachmittag aus dem Park zur Villa, sind die z.T. gravierenden Schäden am historischen Gebäude kaum sichtbar. Dann lässt die Sonne das Gelb der Außenmauern leuchten, selbst…
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Sanierung der Ostterrasse der Villa im Landschaftspark Breidings Garten © Marlene Crome Stiftung Breidings Garten

Sanierung der Ostterrasse der Villa im Landschaftspark Breidings Garten

Schaut man am Nachmittag aus dem Park zur Villa, sind die z.T. gravierenden Schäden am historischen Gebäude kaum sichtbar. Dann lässt die Sonne das Gelb der Außenmauern leuchten, selbst das schwarze Dach schimmert freundlich und hell. Doch das Bild trübt sich, je näher man an die Villa herantritt. „Ohne eine baldige Sanierung muss das Gebäude in den nächsten Jahren abgerissen werden. Und das wollen wir um jeden Preis verhindern.“ sagt Horst Geißler von der Stiftung Breidings Garten.

Deshalb haben Horst Geißler und seine Mitarbeiter ein Nutzungskonzept entwickelt, das sowohl die notwendige Sanierung des Gebäudes, als auch dessen spätere Nutzung umfasst. Ziel ist es, die Villa im Breidings Garten künftig für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In Zukunft sollen dort u. a. Tagungen, Konzerte und weitere kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Celle und der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg.

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Restaurierung der Sammlung von Tora-Wimpeln im Städtischen Museum Göttingen

Das Städtische Museum Göttingen besitzt eine umfangreiche Sammlung jüdischer Altertümer. Unter den rund 200 Exponaten befinden sich 28 Torawimpel, die nun restauriert werden sollen. Diese…
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Restaurierung der Sammlung von Tora-Wimpeln im Städtischen Museum Göttingen © Städtisches Museum Göttingen

Restaurierung der Sammlung von Tora-Wimpeln im Städtischen Museum Göttingen

Das Städtische Museum Göttingen besitzt eine umfangreiche Sammlung jüdischer Altertümer. Unter den rund 200 Exponaten befinden sich 28 Torawimpel, die nun restauriert werden sollen. Diese ca. 20 cm hohen und bis zu drei Meter langen Binden aus Leinenstoff werden traditionell zur Beschneidung eines Jungen hergestellt. Beschriftet werden sie mit dem Namen, dem Geburtsdatum, Sternzeichen und der Segensformel des Jungen.

Allein 20 dieser Wimpel stammen aus der großen jüdischen Gemeinde in Adelebsen, auch Jerusalem Südhannover genannt. Ein Lehrer, der dort lebte, hatte sie 1917 angekauft und dem Museum übergeben. „Der älteste unserer Torawimpel wurde 1649 für einen Jungen namens Nathan gefertigt und sehr aufwändig verziert“, sagt Dr. Ernst Böhme, Leiter des Städtischen Museums Göttingen.

Die Restaurierung der Torawimpel begann Ende April 2017. Ziele der Restaurierung sind sowohl der Erhalt der kostbaren Torawimpel-Sammlung als auch ihre fachgerechte Lagerung. Ausgewählte Stücke sollen zeitnah in einer Sonderausstellung gezeigt werden.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Göttingen und der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft.

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Torhaus des Göttinger Stadtfriedhofs wurde saniert

„Allein die Heizungsanlage ist so alt, dass sie niemand mehr bedienen kann“, sagt Norbert Mattern vom Göttinger Verschönerungsverein e.V. über das denkmalgeschützte Torhaus auf…
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Foto: Stadt Göttingen-Fachdienst Friedhöfe

Torhaus des Göttinger Stadtfriedhofs wurde saniert

„Allein die Heizungsanlage ist so alt, dass sie niemand mehr bedienen kann“, sagt Norbert Mattern vom Göttinger Verschönerungsverein e.V. über das denkmalgeschützte Torhaus auf dem Göttinger Stadtfriedhof. Nicht nur im Inneren, vor allem im Außenbereich sei einiges im Argen. Unter anderem müssen die Klinkerfassade und das Dach saniert, neue Fenster eingebaut und eine Holzverschalung aufgearbeitet werden.

Seit Eröffnung des Friedhofes an der Kasseler Landstraße im Jahr 1881 hatte das östliche Torhaus am ursprünglichen Haupteingang unterschiedliche Funktionen: Es war Friedhofskapelle, Leichenhaus, Pförtnerhaus, Blumengeschäft und Friedhofsverwaltung. Mit deren Auszug stand es nach 1993 leer. Einige Jahre später entdeckte Norbert Mattern, ehemaliger Leiter des Göttinger Grünflächenamtes, das Torhaus wieder und fasste den Entschluss: Das Gebäude soll für Kultur genutzt werden. Nachdem der Innenbereich des Gebäudes saniert wurde, werden dort seit 2003 wieder wechselnde Kunstausstellungen gezeigt. Der Göttinger Verschönerungsverein e.V. hat sich nun das Ziel gesetzt, den Außenbereich des Torhauses zu sanieren.

In Zusammenarbeit mit der VGH-Regionaldirektion Göttingen und der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft

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Restaurierung der „Goldenen Tafel“

Wer den Restauratoren im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover bei ihrer Arbeit zuschaut, hat dabei womöglich Szenen aus dem Tatort im Kopf. Zentimeter für Zentimeter suchen sie auf…
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Foto: Landesmuseum Hannover

Restaurierung der „Goldenen Tafel“

Wer den Restauratoren im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover bei ihrer Arbeit zuschaut, hat dabei womöglich Szenen aus dem Tatort im Kopf. Zentimeter für Zentimeter suchen sie auf Gemälden und anderen Ausstellungsstücken nach Verunreinigungen. Wie die Beamten der Spurensicherung, die an einem Tatort nach Spuren des Täters suchen. Mit Pinseln, Wattebauschen und weichen Tüchern streichen, tupfen und wischen sie behutsam über das Material. Einige Schmutzpartikel sind so klein, dass sie nur mit Hilfe einer Lupenbrille zu sehen sind.

Seit Februar 2016 befreien die Restauratoren im Niedersächsischen Landesmuseum das Holz der sog. „Goldenen Tafel“ von Verunreinigungen. Auch die Farben der Malereien auf den Doppeltüren des über 600 Jahre alten Altars werden aufgefrischt. Dabei setzen die Spezialisten auf ein Restaurierungsverfahren, das als besonders schonend gilt. Ihre Werkstatt wurde um den Altar herum gebaut, sodass die Besucher den Restauratoren bei ihrer Arbeit über die Schulter sehen können. 2012 hatte ein Team aus Wissenschaftlern zunächst alle Schäden an der „Goldenen Tafel“ in einem Gutachten festgehalten. Danach begann die Restaurierung des Altars, die voraussichtlich 2 ¼ Jahre dauern wird.

In Zusammenarbeit mit der VGH-Regionaldirektion Hannover/Hildesheim, den VGH-Versicherungen und der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft
 

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Die Roseninsel

Die Geschichte der Scheeßeler Wassermühle beginnt mit einer sagenhaften Überlieferung: Ein böser Müller, der mit dem Pastor der nahe gelegenen Kirche im Streit lag, wollte diesem…
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Foto: Jan Müller Scheeßel

Die Roseninsel

Die Geschichte der Scheeßeler Wassermühle beginnt mit einer sagenhaften Überlieferung: Ein böser Müller, der mit dem Pastor der nahe gelegenen Kirche im Streit lag, wollte diesem Schaden zufügen und schloss das Mühlenwehr, um die Kirche zu überschwemmen. Sein Tun wurde hart bestraft – der Mühlendamm brach und das tosende Wasser schwemmte seine Mühle fort.

Die Mühle wurde 1507 an ihrem heutigen Standort an der Wümme wieder aufgebaut. In den folgenden Jahrhunderten florierte die Wassermüllerei in Scheeßel. Der Wohlstand zeigt sich deutlich im Ortsbild. Im Mühlenteich liegt die etwa 500 m2 große Roseninsel. Die künstlich angelegte Insel wurde ursprünglich als Weide und Wiese genutzt. 1861 wurde zur Verschönerung ein Pavillon erbaut. Im Sommer konnte man hier Kaffee trinken und den Blick auf die Mühle genießen. Mit den Jahren verwilderten Insel und Pavillon jedoch. Die Hainbuchenhecke wuchs, sodass der Pavillon bald in einem dichten Wald zu stehen schien.

Mithilfe der VGH-Stiftung wurde der Pavillon freigelegt und restauriert, um dieses für das Ortsbild bedeutende kulturhistorische Kleinod der Nachwelt zu erhalten.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Stade und der Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden. 

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Natur und Gartenkunst

Der Traum von der Einheit von Leben und Kunst – das war es, was das Künstlerehepaar Johann und Jutta Bossard 1911 dazu bewegte, die Kunststätte Bossard mitten in der Abgeschiedenheit der…
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Foto: Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard

Natur und Gartenkunst

Der Traum von der Einheit von Leben und Kunst – das war es,
was das Künstlerehepaar Johann und Jutta Bossard 1911 dazu bewegte, die Kunststätte Bossard mitten in der Abgeschiedenheit der Lüneburger Nordheide zu gründen.

Teil dieses Gesamtkunstwerkes ist eine drei Hektar große, in den 1920er Jahren angelegte Gartenanlage, die künstlerisch angelegte Baumpflanzungen, skulpturale Interventionen und Nutzfläche vereint. Inmitten der Anlage stehen das Atelierhaus, das Wohnhaus und der Kunsttempel mit dem Edda-Fries. Bereits seit 1997 wird die Gartenanlage der Kunststätte Bossard in Teilschritten restauriert.

Schädlingsbefall und Sturmschäden an der historischen Bepflanzung machten nun eine größere Gehölzpflegemaßnahme
zur Herstellung der Verkehrssicherheit und zur anschließenden Restaurierung der Gartenanlage nötig. Zudem wurde ein Teil der verwilderten Heideflächen im südlichen Gartengelände renaturiert und ein nicht originaler Folienteich entfernt. Gefördert wurden die Maßnahmen von der VGH-Stiftung.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Lüneburg und der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg.

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Ein Stück Kriegsgeschichte

Im Jahr 1907 gab es im Landkreis Neustadt am Rübenberge 35 Kriegervereine mit insgesamt 2.000 Mitgliedern, allein im heutigen Garbsener Stadtgebiet sind sieben Kriegervereine nachweisbar. Einen wichtigen…
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Ein Stück Kriegsgeschichte © Hannelore Hogger

Ein Stück Kriegsgeschichte

Im Jahr 1907 gab es im Landkreis Neustadt am Rübenberge 35 Kriegervereine mit insgesamt 2.000 Mitgliedern, allein im heutigen Garbsener Stadtgebiet sind sieben Kriegervereine nachweisbar. Einen wichtigen Beitrag zur Erforschung ihrer Geschichte liefern zwei Kriegervereinsfahnen aus den Jahren 1893 und 1896, die sich als Dauerleihgabe im Stadtarchiv Garbsen befinden.

Mit Hilfe der VGH-Stiftung konnte der Museumsverein Garbsen e. V. nun die Fahnen, deren Text trotz Fehlstellen im empfindlichen Seidenstoff erhalten blieb, restaurieren. Begleitend hierzu wurde die Historie der Kriegervereine erforscht und in einer kleinen Broschüre veröffentlicht. Auch das Stadtarchiv publizierte einen Artikel über die Restaurierung der Kriegervereinsfahnen in einer Fachzeitschrift, um weitere wissenschaftliche Beschäftigungen mit dem Thema anzuregen und die erlangten Erkenntnisse zu vertiefen.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Nienburg und der Hoya-Diepholz‘schen Landschaft.

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Am Nordhang der Bückeberge

Still und verborgen liegt am Nordhang der Bückeberge das 1594 von Ludolf von Münchhausen errichtete Rittergut Remeringhausen. Anfang des 19. Jahrhunderts ließ Oberforstmeister von…
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Am Nordhang der Bückeberge © Familie von Schöning

Am Nordhang der Bückeberge

Still und verborgen liegt am Nordhang der Bückeberge das 1594 von Ludolf von Münchhausen errichtete Rittergut Remeringhausen. Anfang des 19. Jahrhunderts ließ Oberforstmeister von Münchhausen hier – an Stelle eines barocken Lustgartens – einen vorgelagerten, rund zwölf Morgen großen Landschaftsgarten anlegen.

Das Rittergut und die idyllische Parkanlage sind bereits in der 21. Generation in Familienbesitz. In regelmäßigen Abständen finden hier Veranstaltungen, wie das Parkfestival „Romantic Garden“, die „Pflanzentage“ oder das „British Weekend“ statt.

Bestandteil des Parks mit seinem wunderbaren alten Baumbestand ist unter anderem eine Wassermühle, deren Restaurierung bereits vor einigen Jahren durch die VGH-Stiftung gefördert wurde. 2014 wurden die Restaurierung des Mühlenweihers, des Küchengartens und des Obstgartens in Angriff genommen. Die Restaurierungsarbeiten nach den historischen Plänen des Kasseler Hofgärtners Georg W. Homburg aus den Jahren 1805/1806 wurden von der VGH-Stiftung unterstützt.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Hameln und der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft.

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Die Wasserburg

Gut Sögeln, unweit von Bramsche gelegen, gehört zu den alten Rittergütern des Fürstentums Osnabrück. Seit dem 14. Jahrhundert besteht die Wasserburg mit Kern-, Vorburg und Mühle,…
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Foto: Gisela v. Bock

Die Wasserburg

Gut Sögeln, unweit von Bramsche gelegen, gehört zu den alten Rittergütern des Fürstentums Osnabrück. Seit dem 14. Jahrhundert besteht die Wasserburg mit Kern-, Vorburg und Mühle, inmitten von Feuchtwiesen, die durch einen künstlichen Wasserlauf von der Hase gespeist werden.

Das Haupthaus, ein schlichter, zweigeschossiger Bau mit drei Flügeln, entstand nach dem Vorbild Osnabrücker Stadthäuser und liegt umgeben von einer denkmalgeschützten Gartenanlage. Seinerzeit wurde die Wasserburg auf Holzpfählen gegründet, die mittlerweile aufgrund des sinkenden Grundwasserspiegels trocken liegen. Dies hat zu enormen Schäden geführt: Fußbodenabsenkungen, Rissbildungen, Lösung von Verankerungen und statische Probleme.

Nach umfangreichen Untersuchungen konnte nun, mit Unterstützung der VGH-Stiftung, die Behebung der Schäden angegangen werden. Durch die Sanierung erhoffen sich die Gutsbesitzer Gisela und Eckhard von Bock und Polach, dass das Ensemble auch nächsten Generationen erhalten bleibt.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Osnabrück und der Landschaft des ehemaligen Fürstentums Osnabrück.

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Eintauchen in die Welt des Mittelalters

Nahe der Stadt Lüneburg wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts ein Prämonstratensenkloster mit dem Namen Heiligenthal gegründet. Gerade einmal ein halbes Jahrhundert später wurde das Kloster…
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Foto: Frank Füllgrabe

Eintauchen in die Welt des Mittelalters

Nahe der Stadt Lüneburg wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts ein Prämonstratensenkloster mit dem Namen Heiligenthal gegründet. Gerade einmal ein halbes Jahrhundert später wurde das Kloster in die Stadt Lüneburg verlegt, wo es, hoch verschuldet, 1530 seine Tore schloss. Teile des Hochaltars sind noch heute in der St. Nikolaikirche zu bewundern.

Das Museum des Fürstentums Lüneburg beherbergt ein Altartuch mit Fürleger, welches um 1350 entstand und heute zu den eindrucksvollsten Einzelstücken des Museums gehört. Das aus Leinengarn, Seide und Goldfaden gewebte Altartuch zeigt 38 Szenen aus der Lebens- und Leidensgeschichte Christi. Die dargestellte Bildergeschichte gewährt Einblicke in die religiösen Vorstellungen des Mittelalters und lässt durch die Darstellung von Tieren, Alltagsgegenständen und Kleidung die Welt des 14. Jahrhunderts lebendig werden. Der Fürleger aus Samt und Seide zeigt eine Marienkrönung mit mehreren Aposteln und Heiligen zu den Seiten.

Dank der Förderung der VGH-Stiftung konnte mit der Arbeit an diesem wertvollen Textil begonnen werden, um es für die neue Dauerausstellung des Museums Lüneburg ab September 2014 aufzubereiten. Die aufwendige Restaurierung wird filmisch festgehalten und gestattet in der Ausstellung Einblicke in die Arbeit der Restaurierung von Textilien.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Lüneburg und der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg.

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Bewegte Denkmale bewahren

Das Niedersächsische Landesarchiv verwahrt Urkunden, Akten und Karten der Familie Knigge vom 14. Jahrhundert bis zum frühen 19. Jahrhundert. Die Archivalien dokumentieren die 700-jährige Geschichte…
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Foto: Niedersächsisches Landesarchiv

Bewegte Denkmale bewahren

Das Niedersächsische Landesarchiv verwahrt Urkunden, Akten und Karten der Familie Knigge vom 14. Jahrhundert bis zum frühen 19. Jahrhundert. Die Archivalien dokumentieren die 700-jährige Geschichte der Familiengüter in Bredenbeck und sind Zeugnisse der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Calenberger Landes.

Vor dem 2. Weltkrieg hatte die Familie die wertvollen Urkunden bereits an das Hauptstaatsarchiv übergeben, aber in den letzten Kriegsjahren wieder zurückgeholt. So entging das Archiv den Bombenangriffen und dem Leinehochwasser im Jahr 1946. Allerdings waren die feuchten Lagerungsbedingungen auf dem Gut der Familie für die empfindlichen Urkunden schädlich. Schimmelpilze zersetzten zum Teil die Tinte der 370 Pergamenturkunden und der 150 losen Urkundenabschriften.

Im Jahr 2010 entschloss sich die Familie daher, das Archiv wieder dem Hauptstaatsarchiv anzuvertrauen, um so die Restaurierung und die wissenschaftliche Untersuchung sicher zu stellen.

Ein Restaurierungsteam stellt nun Dank der Unterstützung der VGH-Stiftung den Originalzustand der wertvollen Urkunden wieder her, die anschließend der Wissenschaft zur Einsicht zur Verfügung gestellt werden.

In Zusammenarbeit mit der VGH-Regionaldirektion Hannover und der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft.
 

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Neues Leben in alten Gemäuern

Orangen- und Zitronenbäume in Terrakottagefäßen gehören seit der Renaissance zur obligatorischen Ausstattung jedes herrschaftlichen Schlossgartens. Solche exotischen Gewächse gab es…
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Foto: Gertrud Bugl

Neues Leben in alten Gemäuern

Orangen- und Zitronenbäume in Terrakottagefäßen gehören seit der Renaissance zur obligatorischen Ausstattung jedes herrschaftlichen Schlossgartens.

Solche exotischen Gewächse gab es ab dem 18. Jahrhundert auch im Schlossgarten Wrisbergholzen. Um sie vor dem Winter zu schützen, baute Luis von Goertz-Wrisberg im Jahr 1840 eine Orangerie. Nach Ende des ersten Weltkrieges verlor diese ihre Funktion und verfiel.

Seit 2004 restauriert der Verein zur Gestaltung von Baudenkmalen in Wrisbergholzen e.V. das alte Gebäude, denn mit ihrer Größe, Bauart und Rundbogenfenstern ist die Orangerie die einzige in Niedersachsen, die Merkmale des 19. Jahrhunderts aufweist.

Nach der Wiederherstellung der Außenfassade und Reparatur des Daches werden nun mit Hilfe der Förderung der VGH-Stiftung die inneren Räume neu verputzt, Türen und Fenster repariert und ein neuer Fußboden verlegt. An eine Nachnutzung ist auch gedacht: In der Orangerie soll ein Kulturzentrum mit einem Café entstehen, das künftig Raum für Konzerte, Lesungen und Vorträge bietet.

In Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion Hildesheim und der Landschaft des ehemaligen Fürstentums Hildesheim.

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die schätze von st. johannis

Kissen sollen bequem sein, finden in der Regel aber wenig Aufmerksamkeit. Es sei denn, sie sind mit Stickereien üppig verziert, tragen die Jahreszahl 1606 und sind politische Funktionsträger, so wie…
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Foto: Kirchengemeinde St. Johannis

die schätze von st. johannis

Kissen sollen bequem sein, finden in der Regel aber wenig Aufmerksamkeit. Es sei denn, sie sind mit Stickereien üppig verziert, tragen die Jahreszahl 1606 und sind politische Funktionsträger, so wie die über Jahrzehnte unbeachteten Patronatskissen der ältesten Kirche Lüneburgs, St. Johannis.

Exakt zwei Jahrhunderte vor dem eingestickten Datum hatte die Stadt Lüneburg das Patronat über St. Johannis übernommen. Die zwölf erhaltenen Kissen belegen das Ehrenrecht der Ratsherren, den besonderen Sitzplatz in der Kirche. Auch bei Abwesenheit der entsprechenden Politiker repräsentierten die zwölf Kissen stellvertretend das Stadtregiment. Die „Platzhalter“ sind damit überregional bedeutende Zeugen der Geschichte.

Das für Deutschland einzigartige Konvolut soll künftig unter dem Titel „Alte Sakristei“ in der Ursulakapelle von St. Johannis ausgestellt werden. Um sie für die Zukunft zu sichern, werden die wertvollen Textilien mit Unterstützung der VGH-Stiftung einer umfangreichen Restaurierung unterzogen und in Zukunft in Glasvitrinen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In Zusammenarbeit mit der VGH-Regionaldirektion Lüneburg und der ehemaligen Fürstentums Lüneburg.

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Ein Park mit Geschichte

Mit der Stadt Soltau verbinden die meisten Norddeutschen heute zunächst den Heidepark. Gleichwohl hat Soltau schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Stück Industriegeschichte…
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Foto: Jutta Huber; Bildeigentümer: Stiftung Breidings Garten

Ein Park mit Geschichte

Mit der Stadt Soltau verbinden die meisten Norddeutschen heute zunächst den Heidepark. Gleichwohl hat Soltau schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Stück Industriegeschichte geschrieben. In dieser Zeit hatte Carl August Victor Breiding aus Rinteln in das Kolonial- und Materialwarengeschäft der Witwe Röders eingeheiratet und seinen Stiefsohn August derart gefördert, dass dieser 1836 die Bettfedernfabrik Carl Breiding & Sohn gründete, die später auch eine Filzfabrik, Schuhfabriken, eine Obstweinfabrik und weltweit agierende Filialen umfasste. Dieses Unternehmen war prägend für die Region. Ausdruck des Wohlstandes der Röders-Familie war die Anlage eines „Großen Gartens“.

Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde das Gelände bis zur Unterschutzstellung 1983 weiter erhalten, aber nicht wieder hergerichtet. Nachdem der Garten 2008 in eine Stiftung überführt wurde, trug die VGH-Stiftung zur Restaurierung der historischen Gartenanlage bei, um den seit über 150 Jahren zum Gesicht der Stadt Soltau gehörenden Park wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

In Zusammenarbeit mit der VGH-Regionaldirektion Celle und dem Landschaftlichen Kollegium des ehem. Fürstentums Lüneburg.

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Urkunden als Zeitzeugen

2013 feiert das Kloster Loccum sein 850-jähriges Bestehen. Die Bauten der bedeutenden Zisterzienser-Gründung bilden einen der best erhaltenen Klosterbezirke in Deutschland. Lange Jahre hatte das…
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Foto: Ulrich Ahrensmeier (Landeskirchenamt Hannover)

Urkunden als Zeitzeugen

2013 feiert das Kloster Loccum sein 850-jähriges Bestehen. Die Bauten der bedeutenden Zisterzienser-Gründung bilden einen der best erhaltenen Klosterbezirke in Deutschland. Lange Jahre hatte das Kloster eine Schlüsselposition in der landständischen Verwaltung inne. Die in einer für Nord- und Mitteldeutschland einmaligen Geschlossenheit erhaltenen Urkundenbestände sind daher nicht nur für die Geschichte des Klosters, sondern auch für die allgemeine Kirchen- und Landesgeschichte von enormer Bedeutung.

Um sie für die Geschichtsforschung zugänglich zu machen, müssen die ca. 1.200 Urkunden gesichert und nach modernsten konservatorischen Bedingungen verpackt und gelagert werden. 2010 ließ das Niedersächsische Landesarchiv sämtliche mittelalterlichen Klosterurkunden des hannoverschen Archivssprengels konservatorisch aufbereiten. Durch die Unterstützung der VGH-Stiftung können sich die Restauratoren 2011 der Loccumer Urkunden annehmen.

In Zusammenarbeit mit der VGH-Regionaldirektion Nienburg und der Calenberg- Grubenhagenschen Landschaft.

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