Museumspädagogik

Museen als Bewahrer unseres kulturellen Erbes stehen vor der Herausforderung, ihre Inhalte zeitgemäß zu vermitteln.

Die Museumspädagogik entwickelt dazu Projekte, die sowohl Kinder und Jugendliche, als auch Familien ansprechen, sich für das Museum und seine Ausstellungen zu interessieren.

Die Beispiele zeigen die lebendige Umsetzung.

IHR PROJEKT.

Wenn Sie selbst ein Projekt im Bereich Museumspädagogik auf die Beine gestellt haben, dann stellen Sie doch gleich Ihren Förderantrag

Museumspädagogische Experimentiergeräte nach historischen Vorbildern

Naturwissenschaften und Geschichte spannend und anschaulich vermitteln? Das Rintelner Universitäts- und Stadtmuseums „Die Eulenburg“ will diesem Anspruch gerecht werden. Besucher, vor allem…
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Museumspädagogische Experimentiergeräte nach historischen Vorbildern © Dr. Stefan Meyer

Museumspädagogische Experimentiergeräte nach historischen Vorbildern

Naturwissenschaften und Geschichte spannend und anschaulich vermitteln? Das Rintelner Universitäts- und Stadtmuseums „Die Eulenburg“ will diesem Anspruch gerecht werden. Besucher, vor allem Schulklassen, können bald mit Originalnachbauten zahlreicher Laborgeräte aus dem 18. Jahrhundert Experimente aus den Bereichen Physik und Chemie durchführen. Ziel ist es, den Schülern die Forschungsgeschichte der Rintelner Hochschule näherzubringen und zugleich die Grundlagen des jeweiligen naturwissenschaftlichen Fachs zu erläutern.

Diese experimentelle Vermittlung von Universitätsgeschichte und naturwissenschaftlichen Grundlagen ermöglicht einen lebensnahen und unkonventionellen Einstieg in die Naturwissenschaften. Mit der Anschaffung der historischen Geräte, können schon bald die ersten Gruppen mit ihren Forschungen beginnen.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Hameln und der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft.

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Aeronauticum baut Flugsimulator für Besucher

Hinter dem Steuer der „Breguet Br 1150 ATLANTIC“ können sich Besucher des Deutschen Luftschiff- und Marinemuseums Aeronauticum in Nordholz wie ein echter Pilot fühlen. Das Museum hat das…
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Aeronauticum baut Flugsimulator für Besucher © Dr. Anja Dörder

Aeronauticum baut Flugsimulator für Besucher

Hinter dem Steuer der „Breguet Br 1150 ATLANTIC“ können sich Besucher des Deutschen Luftschiff- und Marinemuseums Aeronauticum in Nordholz wie ein echter Pilot fühlen. Das Museum hat das Flugzeug, das ursprünglich zur Aufklärung von feindlichen U-Booten für die Marine entwickelt worden war, zu einem Flugsimulator umgebaut.

Durch eine gekrümmte Leinwand und leistungsstarke Beamer soll ein realitätsgetreues 3D-Bild des simulierten Fluges entstehen. Die Besucher können dann in drei unterschiedlich anspruchsvollen Simulationsebenen „fliegen“, sodass sowohl unerfahrene als auch professionelle Piloten nach ihren jeweiligen Fähigkeiten und Kenntnissen den Flug steuern können. Begleitet werden die Besucher hierbei von ehrenamtlichen „Fluglehrern“, die eine Anleitung geben. Auf diese Weise ist der Verfahrenstrainer für alle Besuchergruppen geeignet und bedeutet eine große Attraktivitätssteigerung für das Museum.

In Zusammenarbeit mit den Öffentlichen Versicherungen Bremen / VGH Direktion Bremen und der Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden.

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Zwischen Ölfarbe und Nagellack

Städtische Galerie Wolfsburg erhält Förderpreis Museumspädagogik 2016 Junge Menschen für einen Besuch im Museum zu begeistern ist eine schwierige Aufgabe. Statt Kultur stehen für…
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Foto: Städtische Galerie Wolfsburg, Lars Landmann

Zwischen Ölfarbe und Nagellack

Städtische Galerie Wolfsburg erhält Förderpreis Museumspädagogik 2016

Junge Menschen für einen Besuch im Museum zu begeistern ist eine schwierige Aufgabe. Statt Kultur stehen für junge Frauen eher Mode-, Style- und Schminktipps im Vordergrund. Doch: Die Städtische Galerie Wolfsburg hat einen Weg gefunden, beides miteinander zu vereinbaren. Während des Projekts „Micro Displays. Nail Art meets Henna Painting“ können Jugendliche ihre eigenen Nagel-Designs und Motive für Henna-Tattoos entwerfen. Unterstützt werden sie dabei von Experten aus der Region – einem Nagel-Studio und einer Tunesischen Gemeinde. Zuvor sorgen die Mitarbeiter der Städtischen Galerie noch für die nötige Inspiration: Sie erklären den Mädchen am Beispiel der Gemälde, die in der aktuellen Ausstellung der Galerie zu sehen sind, welche Kunstgriffe die Maler in verschiedenen Epochen angewandt haben. So entwickeln die Teilnehmerinnen anhand der Vorbilder aus der Kunst ihre eigenen, kreativen Motive, die sie den Besuchern der Galerie am Ende des Projektes präsentieren.

Die VGH-Stiftung hat die Städtische Galerie Wolfsburg für das Projekt „Micro Displays. Nail Art meets Henna Painting“ mit dem Förderpreis Museumspädagogik 2016 ausgezeichnet. „Das Projekt ist preiswürdig, weil es auf unkonventionelle und innovative Weise die Lebens- und Freizeitinteressen von Mädchen mit den Themen des Kunstmuseums verbindet“, begründete Anja Hoffmann, Vorsitzende des Bundesverbandes Museumspädagogik e.V., die Entscheidung der Jury. Mit dem Preisgeld in Höhe von 3.500 Euro soll das Projekt fortgesetzt werden.

In Zusammenarbeit mit VGH-Regionaldirektion Celle und der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg

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Übersee-Museum Bremen zeigt neue „Amerika“-Ausstellung

Pünktlich zur Präsidentenwahl in den USA präsentierte das Bremer Übersee-Museum Anfang November 2016 die neue Ausstellung „Amerika“. Schwerpunkt der Ausstellung bildet die…
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Foto: Uebersee-Museum Bremen, Matthias Haase

Übersee-Museum Bremen zeigt neue „Amerika“-Ausstellung

Pünktlich zur Präsidentenwahl in den USA präsentierte das Bremer Übersee-Museum Anfang November 2016 die neue Ausstellung „Amerika“. Schwerpunkt der Ausstellung bildet die Gegenwart auf dem Doppelkontinent. „Wir können das Amerika des 21. Jahrhunderts nur mit den Einwanderungswellen seit 1492 verstehen“, sagte Museumsdirektorin Wiebke Ahrndt. Die Unterschiede zwischen Nord- und Lateinamerika in Politik, Wirtschaft und Kultur sowie die Macht der Religion seien Folgen des Zusammentreffens von Europäern und Ureinwohnern. „Amerika ist keine Kopie Europas, Amerika ist von dem geprägt, was die Einwanderer im Gepäck hatten“, sagte Ahrndt. Im Mittelpunkt der 1200 Quadratmeter großen Dauerausstellung stehen Menschen aus Nord- und Lateinamerika und ihre Lebensgeschichten, so wie die des Urenkels des Lakota-Häuptlings Sitting Bull, Ernie LaPointe. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören auch ein in Szene gesetzter lebensgroßer Bison sowie prächtige Karnevalskostüme aus Bolivien. „Amerika“ ist nach „Ozeanien“, „Asien“ und „Afrika“ der letzte Teil der neuen Dauerausstellung, die seit 2001 im Museum neu gestaltet wurde.

In Zusammenarbeit mit VGH-Regionaldirektion Bremen und der Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden

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Rund um die Welt

 Von der Evolution über die Stein- und Bronzezeit, die Römische Kaiserzeit bis ins späte Mittelalter durch Niedersachsen und weiter in facettenreiche Kulturen von Peru über China bis…
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Foto: Landesmuseum Hannover

Rund um die Welt

 Von der Evolution über die Stein- und Bronzezeit, die Römische Kaiserzeit bis ins späte Mittelalter durch Niedersachsen und weiter in facettenreiche Kulturen von Peru über China bis nach Afrika – im Oktober 2015 öffnete die von der VGH-Stiftung geförderte Dauerausstellung „MenschenWelten“ im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover ihre Pforten.

Besucher können in der neuen Ausstellung die Geschichte und die Kulturen der Menschheit verfolgen. Anknüpfend an den 2014 neu gestalteten Ausstellungsbereich „NaturWelten“ werden die Schätze Niedersachsens vorgestellt, um die Besucher von dort aus auf eine Reise rund um die Welt mitzunehmen.

Diverse museumspädagogische Angebote, wie Monitore und Touchscreens, eine eigene Textebene für Kinder, aber auch Lern- und Vertiefungsangebote ermöglichen es, die Ausstellung mit allen Sinnen zu erleben. Eines der begleitenden Projekte mit dem Titel „KochWelten – eine kulinarische Reise durch Raum und Zeit“ wurde mit dem Förderpreis Museumspädagogik 2015 der VGH-Stiftung ausgezeichnet.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Hannover / Hildesheim und der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft.

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Porzellan und Teekultur

Sie sind bis heute bewundert und gesucht und in einzelnen Stücken in den unterschiedlichsten Haushalten zu finden. Porzellane aus China spielten als Importgüter mit hohem…
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Foto: Ostfriesische Landschaft

Porzellan und Teekultur

Sie sind bis heute bewundert und gesucht und in einzelnen Stücken in den unterschiedlichsten Haushalten zu finden. Porzellane aus China spielten als Importgüter mit hohem Repräsentationswert vom 17. bis zum 19. Jahrhundert eine wachsende Rolle auf den nordwesteuropäischen Handelsmärkten. Auch in Ostfriesland sind sie zu finden:
als Spuren eines vielschichtigen Kapitels globaler Handels- und Wirtschaftsgeschichte.

Die Ausstellung „Made in China. Porzellan und Teekultur im Nordwesten“ im Ostfriesischen Landesmuseum Emden widmete sich dem reich verzierten Porzellan, seiner Geschichte und Kultur.

Begleitet wurde die Ausstellung von Kakao- und Teezeremonien, inklusiven Workshops für Menschen mit Sehbehinderung, Führungen per Audioguide, Hör- und Mitmachstationen, Themenführungen mit anschließender Gesprächsrunde und vielen weiteren Aktionen. Die VGH-Stiftung unterstützte das umfangreiche museumspädagogische Programm, das bei den Besuchern großen Zuspruch fand.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Emden. 

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Wein, Weib und Gesang

„Es lebe die Freiheit! Es lebe der Wein“, hieß es schon bei Johann Wolfgang von Goethe. Dass Tanz und alkoholische Getränke eine lange Tradition aufweisen, konnte man während einer…
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Wein, Weib und Gesang © Museum Schloss Holdenstedt

Wein, Weib und Gesang

„Es lebe die Freiheit! Es lebe der Wein“, hieß es schon bei Johann Wolfgang von Goethe. Dass Tanz und alkoholische Getränke eine lange Tradition aufweisen, konnte man während einer Sonderausstellung im Museum Schloss Holdenstedt erfahren. Unter dem Titel „Des Erbarn Rades nien huse“ zeigte das Museum die Geschichte von Ratskellern und Tanzhäusern norddeutscher Städte.

Begleitend zu der Ausstellung fand ein museumspädagogisches Programm statt, das Kindern und Jugendlichen die historischkulturgeschichtlichen Aspekte rund um die Themen „Ratskeller“ und „Wein“ greifbar machte, aber auch die Gefahren eines exzessiven Alkoholkonsums aufzeigte. Die Vorträge und Ferienaktionen waren für Kinder, Eltern, Pädagogen und Sozialarbeiter gleichermaßen geöffnet.

Dank der Förderung der VGH-Stiftung bot sich jungen Menschen auf diese Weise die Möglichkeit, das Museum als lebensnahen Kommunikationsort zu erleben und die norddeutsche Kulturgeschichte ebenso wie aktuelle Gesellschaftsproblematiken in den Blick zu nehmen.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Lüneburg und der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg.

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Im fliegenden Klassenzimmer

Wer kennt sie nicht, die Geschichte Erich Kästners über die Gymnasiasten eines Internats, die das Theaterstück „Das fliegende Klassenzimmer“ vorführen wollen? Diesen Titel nahm…
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Im fliegenden Klassenzimmer © Spielmuseum Soltau

Im fliegenden Klassenzimmer

Wer kennt sie nicht, die Geschichte Erich Kästners über die Gymnasiasten eines Internats, die das Theaterstück „Das fliegende Klassenzimmer“ vorführen wollen? Diesen Titel nahm das Spielmuseum Soltau wörtlich und baute ein Klassenzimmer in luftiger Höhe.

Bei diesem ungewöhnlichen Konzept wurde auf das Dach des Fahrstuhlturms, mit dem die historischen Räume des Museums barrierefrei erschlossen werden, ein auskragender Multifunktionsraum aufgesetzt. Dieser bietet insbesondere der bisher heimatlosen Museumspädagogik einen prominenten Ort und stellt somit Bildung buchstäblich obenauf.

Das „Fliegende Klassenzimmer“ wurde von der VGH-Stiftung gefördert und soll künftig für Workshops und Mitmachaktionen, Schattentheatervorführungen und Filmpräsentationen, Spielangebote und Lesungen, Kurse und Projektrunden genutzt werden. Der in der Luft hängende Raum ist vor allem für Kinder und Jugendliche angedacht, denn weit oben lässt es sich doch am besten lernen.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Celle und der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg.

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Gärtnern wie im 18. Jahrhundert

Wer Lust auf „grün“ hat, ist auf der Museumsinsel in Stade richtig. Auf 400 m² entsteht hier ein historischer Altländer Garten aus dem 18. Jahrhundert. Nur wenig ist bekannt…
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Foto: Barbara Drewes

Gärtnern wie im 18. Jahrhundert

Wer Lust auf „grün“ hat, ist auf der Museumsinsel in Stade richtig. Auf 400 m² entsteht hier ein historischer Altländer Garten aus dem 18. Jahrhundert.

Nur wenig ist bekannt über die Altländer Bauern und ihre Gärten, die sie zur Selbstversorgung und zum Lustwandeln nutzten. Meist sind es Gutshöfe und weitläufige Gartenanlagen, die in der Literatur beschrieben werden. Damit das wenige Wissen nicht verloren geht und den Besuchern der Insel und des Museums anschaulich vermittelt werden kann, legt der Geschichts- und Heimatverein Stade e. V. mit Unterstützung der VGH-Stiftung einen Blumen-, Kräuter- und Nutzgarten an.

Das Gartenprojekt wird von Schulklassen und Kindergartengruppen begleitet, die auf diese Weise wichtige Informationen über alte Nutzpflanzen, historische Gärten und die Anwendungsmöglichkeiten heimischer Kräuter erhalten. Die Anlage eines Ackers mit typischen Getreidesorten, Flachs und Färberpflanzen soll Kindern und Jugendlichen die historische Verarbeitung dieser Pflanzen näher bringen. Wichtigster Bestandteil des Förderprojekts ist die Entwicklung eines museumspädagogischen und umweltpädagogischen Nutzungskonzepts.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Stade und der Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden.

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Acht Jahre Spurensuche

Forschen in eigener Sache, kurz FIES, heißt ein bundesweit ausgezeichnetes Projekt des Übersee-Museums Bremen, das Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, sich mit eigenen…
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Foto: Matthias Haase

Acht Jahre Spurensuche

Forschen in eigener Sache, kurz FIES, heißt ein bundesweit ausgezeichnetes Projekt des Übersee-Museums Bremen, das Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, sich mit eigenen und fremden Kulturen wissenschaftlich auseinanderzusetzen. Was 2005 unterstützt von der VGH-Stiftung begann, ist zu einem dauerhaft angelegten Projekt im Land Bremen geworden.

FIES ermöglicht Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren selbstständig in ihrem Umfeld auf Spurensuche zu gehen und ihre Ergebnisse mit Unterstützung von Künstlern der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Ausstellungen und Sammlungen des Übersee-Museums geben dabei Anregungen für eigene Themen und Forschungsfelder.

Acht Jahre gemeinsames Sammeln, Recherchieren und Präsentieren mit den Schülergruppen mündeten nun in einer Handreichung, die als herausragendes Beispiel dient, wie Projekte zwischen Museen und Schulen nachhaltig gestaltet werden können.

In Zusammenarbeit mit den Öffentlichen Versicherungen Bremen / VGH Direktion Bremen und der Landschaft der Herzogtümer Bremen und Verden.

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Altes Handwerk erleben

„3 – 2 – 1 – meins!“ Die Bestellung von Waren im Internet gehört heute zum Alltag vieler Menschen. Doch wie werden Waren hergestellt? Und wer fertigte Güter, bevor Maschinen…
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Foto: Museum Burg Brome

Altes Handwerk erleben

„3 – 2 – 1 – meins!“ Die Bestellung von Waren im Internet gehört heute zum Alltag vieler Menschen. Doch wie werden Waren hergestellt? Und wer fertigte Güter, bevor Maschinen die Menschen zunehmend ersetzten?

Mit dem Thema „Altes Handwerk und ländliche Selbstversorgung“ hält das Museum Burg Brome mit seinen Werkstätten und Erlebnistagen die historischen Handwerkerberufe wie den des Drechslers, des Seilers oder des Buchdruckers lebendig.

Nun werden Dank der Unterstützung der VGH-Stiftung die Werkstätten zu einer interaktiven Erlebnisausstellung für Kinder und Erwachsene erweitert. Dort wird es Mitmachstationen geben, in denen die Besucher selbst Knöpfe annähen, Holz verarbeiten oder die Kunst des Seilers lernen.

Damit knüpft die Neugestaltung des Museums einerseits an die bisherige Ausstellung an, die – 1974 eingerichtet – inzwischen in die Jahre gekommen ist. Andererseits nimmt sie das Markenzeichen des Museums auf – die Aktionstage des „Lebendigen Museums“. Diese Veranstaltungen finden mehrmals im Jahr statt und ermöglichen Besuchern durch eigenes Tun einen Einblick in alte Handwerke.

In Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion Celle und der Landschaft des ehemaligen Fürstentums Lüneburg.

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Gedenken gestalten, Erinnerung leben

„Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein.“, schrieb Anne Frank in ihr Tagebuch. Anne Frank gehörte zu den…
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Foto: Jesco Denzel

Gedenken gestalten, Erinnerung leben

„Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein.“, schrieb Anne Frank in ihr Tagebuch.

Anne Frank gehörte zu den 70.000 Menschen, die im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet wurden. Seit 1952 ist das ehemalige KZ eine Gedenkstätte und Mahnmal gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten.

Mit dem Projekt „Gedenken gestalten, Erinnerung leben“ machte die Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Gedenkstätte Bergen-Belsen bewusst, dass die Zukunft von Erinnerung ein Prozess gemeinsamer Gestaltung ist.

Das Projekt bestand aus drei Teilen: Eine interaktive Medieninstallation zur Geschichte der Gedenkstätte mit Fotografien und Interviews stellte das Leiden der Häftlinge dar. Dazu befragten Schüler ehemalige Gefangene, wie sie die Erlebnisse aus Bergen-Belsen verarbeitet haben. Die Interviews waren Grundlage für das dokumentarische Theaterstück „Neues Leben, altes Erinnern“, das den Umgang mit den Überlebenden und deren Traumata in den Fokus rückte.

In Zusammenarbeit mit der VGH-Regionaldirektion Celle und der Landschaft des ehemaligen Fürstentums Lüneburg.

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„Feuer!“ in Hitzacker

Mit Feuerzeug und Streichhölzern ist ein Feuer heute schnell und nebenbei entzündet. Für unsere Vorfahren war Feuer zu machen dagegen ein zeitraubendes und überlebenswichtiges Unterfangen.…
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„Feuer!“ in Hitzacker

Mit Feuerzeug und Streichhölzern ist ein Feuer heute schnell und nebenbei entzündet. Für unsere Vorfahren war Feuer zu machen dagegen ein zeitraubendes und überlebenswichtiges Unterfangen. Erst der gezielte Einsatz von Feuer ermöglichte es der Menschheit, Nahrungsmittel bekömmlich und haltbar zu machen, durch Wärme das Überleben im Winter zu sichern, den Tag durch künstliches Licht zu verlängern und Werkzeuge aus Metall herzustellen. Herstellung und Nutzung von Feuer waren ein Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit.

Beim Aktionswochenende „Feuer!“ im Archäologischen Zentrum Hitzacker erfuhren Jung und Alt von Experten, wie Feuer mit Holz gebohrt wird, oder wie Feuer mit dem „Feuereisen“ erwacht. Wie mühsam in der Frühzeit das Herstellen von Feuerholz war, erlebten die rund 350 Besucher, wenn sie mit detailgetreuen Repliken bronzezeitlicher Werkzeuge selbst Hand anlegten. Anfassen und Mitmachen stand an diesem von der VGH-Stiftung geförderten Aktionswochenende im Mittelpunkt. Es wurde auf offenem Feuer gekocht, im Steinofen gebacken, im Lehmofen geräuchert und die Kälte aus Lederzelten und den Langhäusern vertrieben.

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Cuxhavener Fischzug

Cuxhavens Geschichte ist untrennbar mit der Hochseefischerei verbunden. Aber wie frischer Fisch aussieht, wie er riecht und schmeckt, und welch große Vielfalt das Lebensmittel „Fisch“ zu…
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Foto: Stadt Cuxhaven

Cuxhavener Fischzug

Cuxhavens Geschichte ist untrennbar mit der Hochseefischerei verbunden. Aber wie frischer Fisch aussieht, wie er riecht und schmeckt, und welch große Vielfalt das Lebensmittel „Fisch“ zu bieten hat, hatten viele Cuxhavener Kinder noch nie erlebt. Das von der VGH-Stiftung geförderte Projekt „Cuxhavener Fischzug“ hat bei mehr als 1.200 Kindern aus allen Cuxhavener Schulen das Thema Fisch in ihrer Lebenswelt neu verankert.

Im Mittelpunkt der „Kinderfischtage“ unter Anleitung der Bremer Künstlerin Ulla Deetz stand grundlegendes Wissen über die Lebensbedingungen von Fischen oder eben auch die Herkunft eines Fischstäbchens. Experten demonstrierten, wie unterschiedlich die Produkte sein können, die aus dem Meer kommen – vom Rollmops über den Räucherfisch bis zum Lebertran.

Von den Kindern gebastelte Fischplastiken aus Draht und Pappmaché sollen bei einer bunten Parade, dem „Fischzug“, öffentlich gezeigt werden. Die Exponate sollen außerdem als Sonderausstellung in das geplante maritime Museum in Cuxhaven einziehen: Unter dem Titel „Windstärke 10“ entsteht bis zum Sommer 2013 ein Wrack- und Fischereimuseum in zwei ehemaligen Packhallen im Fischereihafen. Zentrale Themen sind das Leben und das Überleben auf See.

In Zusammenarbeit mit den Öffentlichen Versicherungen
Bremen und der Landschaft der Herzogtümer Bremen
und Verden.

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Regionale Identifikation

2011 feiert die ehemalige Stiftskirche St. Johann zu Osnabrück ihr 1.000-jähriges Bestehen und konzipiert anlässlich des Jubiläums mit Partnern aus Kultur, Wissenschaft und Politik das…
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Foto: Landkreis Osnabrück

Regionale Identifikation

2011 feiert die ehemalige Stiftskirche St. Johann zu Osnabrück ihr 1.000-jähriges Bestehen und konzipiert anlässlich des Jubiläums mit Partnern aus Kultur, Wissenschaft und Politik das Projekt „1.000 Jahre St. Johann – 1.000 Jahre Osnabrücker Neustadt“. In einem breit angelegten Veranstaltungsprogramm geht es darum, die Identität der Menschen „rund um St. Johann“ zu stärken – religionsübergreifend. Schließlich gehören zum kirchlichen Kindergarten ein Drittel muslimische Kinder.

In der Schatzkammer, im Diözesanmuseum sowie im kulturhistorischen Museum der Stadt werden Ausstellungen realisiert. So möchte das städtische kulturgeschichtliche Museum in enger Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Osnabrück unter dem Titel „In die Wüste gebaut – 1.000 Jahre St. Johann“ vor allem Kindern und Jugendlichen Grundwissen über den mittelalterlichen Bau St. Johann näher bringen. In Kooperation mit regionalen Schulen entdecken junge Menschen das Museum als „Lernort“. Die VGH-Stiftung, fördert die pädagogische Begleitung des Projektes.

In Zusammenarbeit mit der VGH-Regionaldirektion Osnabrück und der Landschaft des ehemaligen Fürstentums Osnabrück.

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Hubschrauber hautnah erleben!

Moderne Museumspädagogik, hohe Interaktivität, Besucherorientierung – diese Begriffe werden im neu gestalteten Hubschraubermuseum in Bückeburg groß geschrieben. Nachdem die…
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Foto: Volker Kreidler

Hubschrauber hautnah erleben!

Moderne Museumspädagogik, hohe Interaktivität, Besucherorientierung – diese Begriffe werden im neu gestalteten Hubschraubermuseum in Bückeburg groß geschrieben. Nachdem die Räumlichkeiten des Museums für die Menge der Exponate und ihre zeitgemäße Vermittlung zu eng wurden, wurde eine bauliche und inhaltliche Neukonzeption in Angriff genommen.

Die VGH-Stiftung unterstützt die Neuorientierung des Hubschraubermuseums durch die Förderung sogenannter „hands on Exponate“. Diese experimentellen Stationen sollen insbesondere Kindern und Jugendlichen die Faszination von technischen Entwicklungen näher bringen. Ausgehend von Naturbeobachtungen werden die physikalischen und biomechanischen Grundlagen des Vertikalflugs interaktiv vermittelt.

Nicht nur nach Einschätzung des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen wird diese Neuausrichtung eine starke touristische Anziehungskraft auf Bückeburg und Umgebung ausüben, gerade auch für Familien.

In Zusammenarbeit mit der VGH-Regionaldirektion Hameln und der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft.

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