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Drei Fragen an Kirsten Karg aus der Kommunikation der VGH-Stiftung.

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag bei Ihnen aus?

Spätestens Mitte Mai ist Druckschluss für alle Werbemittel rund um das Literaturfest Niedersachsen und die Niedersächsischen Musiktage. Auch das Vorverkaufssystems muss dann angelegt sein. Es gibt also Deadlines, die ich auf gar keinen Fall überschreiten darf, da anschließend die großen zentralen Pressekonferenzen für die Festivals stattfinden und unsere Besucher dann auch Karten kaufen wollen. Das ist dann für mich die Phase, in der es richtig viel zu tun gibt: Mein Team und ich stehen für Pressefragen zur Verfügung und beobachten den Vorverkauf. Wenn es irgendwo mal nicht so läuft wie geplant, organisieren wir lokale Marketingmaßnahmen, um den Ticketverkauf für die betreffende Veranstaltung voranzutreiben.
Ansonsten gilt bei uns: Vor den Festivals ist nach den Festivals. Wenn unser Festivalmonat September vorbei ist, können mein Team und ich noch lange nicht die Füße hochlegen, sondern müssen einiges abarbeiten. Wir gehen Rechnungen durch und analysieren den Pressespiegel. Außerdem werten wir die vergangenen Veranstaltungen aus. Es ergeben sich immer wieder neue Fragestellungen, denn die Zielgruppe und das mediale Umfeld verändern sich stetig, wir müssen immer auf dieses oder jenes reagieren. Nach den Festivals ist zudem die Zeit für strategische Überlegungen. Sowohl das Literaturfest Niedersachsen wie auch die Niedersächsischen Musiktage haben in jedem Jahr ein neues Thema. Dieses Jahr war es „Mut“, das wir schon lange Zeit im Voraus festgelegt und geplant haben. Oft greifen wir dabei gesellschaftliche Strömungen auf.

Was lieben Sie an Ihrer Arbeit?

Oh, da gibt es so vieles: Meine Kollegen zum Beispiel! Auch, wenn sie ab und zu wechseln - ich arbeite immer mit einem wahnsinnig netten, motivierten Team zusammen. Das macht unglaublich viel Spaß, der menschliche Faktor ist mir sehr wichtig.
Dann ist es natürlich das Thema Kultur an sich, das mich begeistert. Ich interessiere mich sehr für Musik und Literatur, beides fasziniert mich immer wieder aufs Neue, und ich bin gerne in der Kulturförderung tätig. Durch die unterschiedlichen Themen der Festivals und Künstler lerne ich ständig neue Musik- oder Literaturformen kennen.

Künstler, die ich bewundere, persönlich kennen zu lernen, ist eine weitere wunderbare Seite meiner Arbeit. Und ich lerne auch Niedersachsen von neuen Seiten kennen. Eine Spezialität unserer Festivals ist es ja, als Locations für die einzelnen Veranstaltungen immer wieder neue „Schmuckstücke“ in unserem schönen Bundesland auszusuchen. Das alles macht meine Arbeit bei der VGH-Stiftung auch nach so vielen Jahren nicht langweilig.

 

Interview & Medien: Anna Stella Bonin
Umsetzung Internet: Jörg Zimmermann