LiteraTour Nord

Die LiteraTour Nord: Sechs Autorinnen und Autoren deutschsprachiger Gegenwartsliteratur, sechs Städte, ein Preis.

Bereits seit 2006 begeben sich jährlich Schriftsteller auf Lesereise durch Norddeutschland. In Oldenburg, Bremen, Lübeck, Rostock, Lüneburg und Hannover tragen die Literaten Ausschnitte aus ihren Neuerscheinungen vor und bekommen so die Möglichkeit, sich einem interessierten Publikum zu stellen.

Am Ende winkt der mit 15.000 Euro dotierte Preis der LiteraTour Nord, den die VGH-Stiftung auslobt.

http://www.literatournord.de/

Preis der LiteraTour Nord 2020

Die in Berlin und Oxford lebende freie Schriftstellerin Ulrike Draesner erhält den von der VGH-Stiftung ausgelobten und mit 15.000 Euro dotierten Preis der LiteraTour Nord. Mit dieser Entscheidung würdigen Jury und Stifterin die Autorin sowohl für ihr bisheriges Werk als auch für ihre zuletzt erschienene Novelle Kanalschwimmer (mare Verlag, 2019).

In der Jury-Begründung heißt es: „Sprachlich filigran überzeugt Ulrike Draesner in ihrer Novelle mit Sprachneuschöpfungen und der Übersetzung körperlicher Vollzüge in eine präzis-nüchterne und beobachtend-poetische Sprache. Die lange Nacht im Wasser zwischen Dover und Calais des Protagonisten Charles wird für den Leser und die Leserin zur Begleitung einer spannenden sportlichen Herausforderung über den Tiefen des Ärmelkanals. (…) Dass es der Autorin auch gelingt, aktuelle Bezüge wie den Brexit, die Umweltzerstörung und Vermüllung der Ozeane und das Schicksal von Flüchtlingen en passant einzubinden, belegt ihre dramaturgische Virtuosität.“

Ulrike Draesner, 1962 in München geboren, schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays und erhielt u. a. den Joachim-Ringelnatz-Preis und den Nicolas-Born-Literaturpreis; zwei ihrer insgesamt fünf Romane waren für den Deutschen Buchpreis nominiert. Seit 2018 unterrichtet sie als Professorin für Deutsche Literatur am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

Die für Donnerstag, 26. März 2020, geplante öffentliche Preisverleihung musste wegen der Kontaktbeschränkung im Zusammenhang mit der Verbreitung des Virus SARS-CoV-2 leider entfallen.