Förderpreis Museumspädagogik

Museen sind als außerschulische Lernorte nicht mehr wegzudenken. Ihnen gelingt es, Neugier bei Kindern aller Bildungsschichten zu wecken. Damit diese Neugier aber auch in Zeiten der Medienflut nicht erlischt, sind ausgefallene Konzepte gefragt, um junge Menschen zu erreichen.

Der Förderpreis Museumspädagogik der VGH-Stiftung will Museen die Ausarbeitung und Durchführung solcher Konzepte ermöglichen. Insbesondere museumpädagogische Projekte, die zur Integration beitragen oder generationsübergreifend ganze Familien in die Museen locken, werden prämiert.

WER?

Bewerben können sich Museen im Geschäftsgebiet der VGH Versicherungen mit museumspädagogischen Vorhaben, die noch nicht begonnen worden sind. Das Vorhaben muss innerhalb eines Jahres nach Preisvergabe verwirklicht und das Preisgeld muss zur Umsetzung des eingereichten Vorhabens verwendet werden. Die museumspädagogischen Projekte werden in einer Broschüre und im Internet als Beispiele vorgestellt, daher benötigt die VGH-Stiftung einen Kurzbericht sowie Fotos des umgesetzten Projekts.

WER?

Bewerben können sich Museen im Geschäftsgebiet der VGH Versicherungen mit museumspädagogischen Vorhaben, die noch nicht begonnen worden sind. Das Vorhaben muss innerhalb eines Jahres nach ...

WAS?

Prämiert werden Konzepte für Vorhaben im Bereich der Museumspädagogik. Die geplanten Projekte sollen Besuchern die Sammlung bzw. die jeweilige Dauer- oder Wechselausstellung des Museums nahebringen. Sie sollen neue Wege beschreiten und Kindern und / oder Erwachsenen - insbesondere mit Migrationshintergrund oder aus sog. bildungsfernen Schichten - Lust auf Museum vermitteln. Das gilt für Einzelbesucher und Familien ebenso wie für Gruppen, etwa aus Schulen.

Verständlichkeit, Nachhaltigkeit, inhaltliche Tiefe, Übertragbarkeit und Zusammenarbeit mit Partnern sind Kriterien, die die Jury bei der Auswahl bewertet. Zur Anregung können die bereits umgesetzten Projekte dienen, welche auf dieser Seite zu finden sind.

WAS?

Prämiert werden Konzepte für Vorhaben im Bereich der Museumspädagogik. Die geplanten Projekte sollen Besuchern die Sammlung bzw. die jeweilige Dauer- oder Wechselausstellung des Museums nahebringen. ...

WIE UND WANN?

Die Bewerbungsfrist für 2019 ist abgelaufen, die Jury tagt am 28. August 2019, danach werden die Preisträger bekannt gegeben. 

WIE UND WANN?

Die Bewerbungsfrist für 2019 ist abgelaufen, die Jury tagt am 28. August 2019, danach werden die Preisträger bekannt gegeben. 

Bewerbung

Die Bewerbungsfrist für 2019 ist abgelaufen, die Jury tagt am 28. August 2019, danach werden die Preisträger bekannt gegeben.

Die Preisvergaben finden Anfang 2020 statt.

Wir informieren Sie an dieser Stelle über die nächste Ausschreibung.

Preisträger 2018

Kunsthalle Bremen: #fake#selfie – Inszenierungen in Kunst und Social Media

Massen an Fotos und Videos überfluten Social Media Nutzer täglich: von Reisen in ferne Orte, ausgefallener Mode, exotischer Kulinarik oder besonders ästhetischen, sportlichen, gutaussehenden Menschen. Die Bilder vermitteln eine Idealvorstellung vom Leben, sie inszenieren eine Scheinwelt, eine utopische Version der Realität. „#fake #selfie – Inszenierung in Kunst und Social Media“ heißt das Kooperationsprojekt der Kunsthalle Bremen und der Bremischen Landesmedienanstalt, das sich mit dem kritischen Umgang von Webinhalten und der Reflexion der Selbstdarstellung im Internet auseinandersetzt.
In mehreren Blöcken befassen sich Schülerinnen und Schüler mit den Onlinemedien und deren Abgrenzung zur Realität. Dabei werden die eigenen Erfahrungen der Jugendlichen spielerisch in die Auseinandersetzung integriert und bewusst Raum für Selbstreflexionen geschaffen. In Bezug zu ausgestellten Kunstwerken der Kunsthalle erfahren die Jugendlichen, dass Selbstdarstellung und Inszenierung keine neuen Phänomene sind, sondern sich schon lange in der Kunst wiederfinden – die Quantität des heutigen Medienkonsums jedoch eine hohe Medienkompetenz unabdingbar macht.

In Zusammenarbeit mit den Öffentlichen Versicherungen Bremen

Deutsches Schifffahrtsmuseum: Jugend diskutiert: Wer entscheidet, was kulturelles Erbe ist?

Museen haben sich die Aufgabe gestellt, das materielle und immaterielle Erbe der Menschheit und ihrer Umwelt zu erwerben, bewahren, erforschen, vermitteln und auszustellen. Grundlage dieser selbst gestellten Aufgabe sind ihre Sammlungen, in denen das kulturelle Erbe unserer Gesellschaft bewahrt wird. Zu Ende gedacht, definieren die Objekte in den Sammlungen also, was unsere Gesellschaft und ihre Geschichte ausmacht. Doch wer bestimmt, was zum kulturellen Erbe gehört? Wer legt fest, was es wert ist, für die Zukunft zu erhalten? In dem Projekt „Jugend diskutiert: Wer entscheidet, was kulturelles Erbe ist?“ gehen Schülerinnen und Schüler anhand konkreter Museumsobjekte diesen Fragen nach. Die Möglichkeit, die Diskussionsschwerpunkte selbst zu setzten, zeichnet die besondere Methodik des angewendeten Gesprächsformats aus. Durch „Graphic Recording“ werden die Gesprächsinhalte zudem live visualisiert und eine zusätzliche Reflektionsebene zu dem Thema eröffnet, was unsere kulturelle Identität eigentlich ist – und wer sie bestimmt.

In Zusammenarbeit mit den Öffentlichen Versicherungen Bremen

Heimatmuseum Hoya: Parkentdecker

Der Bürgerpark von Hoya, einer Kleinstadt nahe der geographischen Mitte Niedersachsens im Landkreis Nienburg (Weser), wurde nach dem Vorbild des Georgengartens in Hannover von der Gräfin Sophie von Bremen 1857 angelegt. Das Heimatmuseum Hoya, das an den Park angrenzt, führt gemeinsam mit dem Johann-Beckmann-Gymnasium sowie Natur- und Umweltpädagogen aus der Region ein Projekt durch, dass auf die Entwicklung eines museumspädagogischen Programms für die Parkanlage abzielt. „Parkentdecker“ heißt das Vorhaben, bei dem Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Experten ein Konzept entwickeln, dass den Park für Menschen aller Altersgruppen erfahrbar machen soll. Dabei werden Aspekte aus Kultur, Natur und Kunst aufgegriffen und von den Schülerinnen und Schülern zu einem nachhaltig wirkenden Entdeckungsprogramm zusammengefügt.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Nienburg und der Hoya-Diepholz’schen Landschaft

Bergbau Museum Lindhorst: Die Geschichte des Schaumburger Bergbaus in 180 Sekunden

Reich an Bodenschätzen, diente das Schaumburger Land lange Zeit dem Abbau von Gestein, Ton, Salz und vor allem Kohle, deren Förderung jedoch zu Beginn der 1960er Jahre eingestellt wurde. Mehr als 600 Jahre prägte der Bergbau in Schaumburg die Landschaft und das Leben in der Region. „Die Geschichte des Schaumburger Bergbaus in 180 Sekunden“ wird ein Film im gleichnamigen Projekt des Bergbaumuseums Lindhorst erzählen. Aktuelle und ehemalige Sprachlernschüler der Magister-Nothold-Oberschule Lindhorst erstellen unter fachlicher Anleitung einen Film über den Bergbau und dessen Bedeutung. Nach einer kurzen Einführungsphase in das Museum und seine Arbeit, folgen Exkursionen in die umliegenden Stollen und Schächte sowie die technische Einführung in die Filmproduktion. Das Ergebnis ist ein Film, der wesentliche Charakteristika der historisch bedeutenden Bergbaugeschichte der Region thematisiert und der mithilfe einer Multimedia-Station in den vielfältigen Sprachen der Projekt-Teilnehmer wiedergegeben werden kann.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Nienburg und der Hoya-Diepholz’schen Landschaft

Ostfriesisches Teemuseum Norden: Teekulturen in Ostfriesland. Die Welt in einer Tasse Tee

Ob mit einem türkischen „Semaver“, mit Pfefferminztee und Zuckerschaum in Marokko oder mit Kluntje in Ostfriesland – die Teezeremonie wird überall auf der Welt unterschiedlich zelebriert. Eine 11. Klasse des Beruflichen Gymnasiums in Norden erstellt gemeinsam mit dem Ostfriesischen Teemuseum im Projekt „Teekulturen in Ostfriesland – Die Welt in einer Tasse Tee“ eine Sonderausstellung zu diesem Thema. Im Fokus stehen dabei Menschen mit Migrationshintergrund, die
in Ostfriesland die Teesitten und -gebräuche ihrer Heimatländer beibehalten haben. In der Produktion eigener Filme und Interviews nähern sich die Schülerinnen und Schülern diesen Traditionen und öffnen sich und den Museumsbesuchern der weiten Welt unterschiedlicher Teekulturen und Traditionen. Im Rahmen des Konzepts „Schüler führen Schüler“ werden die Jugendlichen auch nach der Ausstellungseröffnung in Museumsführungen das pädagogische Angebot des Ostfriesischen Teemuseums mitgestalten.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Emden

Museum und Park Kalkriese: Erlebnisse auf dem Marsch

Zwischen 15.000 und 20.000 römische Soldaten waren im neunten Jahr n. Chr. mit dem Ziel aufgebrochen, die rechtsrheinischen Gebiete Germaniens zu einem Teil des Römischen Reiches zu machen. Die Niederlage der drei Legionen vernichtete auf einen Schlag ein Achtel des Gesamtheeres des Römischen Reiches und führte zur Einstellung größerer Expansionsbemühungen in die betroffenen Regionen. Die Varusschlacht gehört seither zu den wichtigsten Ereignissen in der Historie zwischen Römern und Germanen. „Erlebnisse auf dem Marsch“ lautet der Titel des Projekts, bei dem sich die teilnehmenden Jugendlichen mit dem Marsch der Legionäre zur Varusschlacht im Osnabrücker Land beschäftigen. In einer Sonderausstellung zum Thema erarbeiten die Schüler und Schülerinnen das erforderliche Wissen zum Aufbau und zur Organisation der römischen Armee. Im zweiten Projektteil wird das angeeignete theoretische Wissen spielerisch-kreativ mit der Entwicklung eigener Stop-Motion-Filme verarbeitet.

In Zusammenarbeit mit der VGH Regionaldirektion Osnabrück und der Landschaft des vormaligen Fürstentums Osnabrück