Förderpreis Museumspädagogik

Museen sind als außerschulische Lernorte nicht mehr wegzudenken. Ihnen gelingt es, Neugier bei Kindern aller Bildungsschichten zu wecken. Damit diese Neugier aber auch in Zeiten der Medienflut nicht erlischt, sind ausgefallene Konzepte gefragt, um junge Menschen zu erreichen.

Der Förderpreis Museumspädagogik der VGH-Stiftung will Museen die Ausarbeitung und Durchführung solcher Konzepte ermöglichen. Insbesondere museumpädagogische Projekte, die zur Integration beitragen oder generationsübergreifend ganze Familien in die Museen locken, werden prämiert.

Die Bewerbungsphase zum Förderpreis Museumspädagogik 2020 ist abgeschlossen. Die Preisträger wurden im Juli ermittelt, die Preisvergaben finden dann Ende des Jahres statt.

 

Die Jury (Stand 2020)

Dr. Andreas Grünewald Steiger
Bundesakademie für Kulturelle Bildung e.V., Wolfenbüttel

Dr. Johannes Janssen
VGH-Stiftung, Hannover

Dr. Elke Kollar
Bundesverband Museumspädagogik e.V. / Badisches Landesmuseum, Karlsruhe

Hans Lochmann
Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V., Hannover

WER?

Bewerben können sich Museen im Geschäftsgebiet der VGH Versicherungen mit museumspädagogischen Vorhaben, die noch nicht begonnen worden sind. Das Vorhaben muss innerhalb eines Jahres nach Preisvergabe verwirklicht und das Preisgeld muss zur Umsetzung des eingereichten Vorhabens verwendet werden. Die museumspädagogischen Projekte werden in einer Broschüre und im Internet als Beispiele vorgestellt, daher benötigt die VGH-Stiftung einen Kurzbericht sowie Fotos des umgesetzten Projekts.

WER?

Bewerben können sich Museen im Geschäftsgebiet der VGH Versicherungen mit museumspädagogischen Vorhaben, die noch nicht begonnen worden sind. Das Vorhaben muss innerhalb eines Jahres nach ...

WAS?

Prämiert werden Konzepte für Vorhaben im Bereich der Museumspädagogik. Die geplanten Projekte sollen Besuchern die Sammlung bzw. die jeweilige Dauer- oder Wechselausstellung des Museums nahebringen. Sie sollen neue Wege beschreiten und Kindern und / oder Erwachsenen - insbesondere mit Migrationshintergrund oder aus sog. bildungsfernen Schichten - Lust auf Museum vermitteln. Das gilt für Einzelbesucher und Familien ebenso wie für Gruppen, etwa aus Schulen.

Verständlichkeit, Nachhaltigkeit, inhaltliche Tiefe, Übertragbarkeit und Zusammenarbeit mit Partnern sind Kriterien, die die Jury bei der Auswahl bewertet. Zur Anregung können die bereits umgesetzten Projekte dienen, welche auf dieser Seite zu finden sind.

WAS?

Prämiert werden Konzepte für Vorhaben im Bereich der Museumspädagogik. Die geplanten Projekte sollen Besuchern die Sammlung bzw. die jeweilige Dauer- oder Wechselausstellung des Museums nahebringen. ...

WIE UND WANN?

Die Bewerbungsphase zum Förderpreis Museumspädagogik 2020 ist abgeschlossen. Die Preisträger wurden im Juli ermittelt, die Preisvergaben finden dann Ende des Jahres statt.

WIE UND WANN?

Die Bewerbungsphase zum Förderpreis Museumspädagogik 2020 ist abgeschlossen. Die Preisträger wurden im Juli ermittelt, die Preisvergaben finden dann Ende des Jahres statt.

Preisträger 2020

Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim

Sonderausstellung „Seuchen“ 

Seit zwei Jahren geplant – nun hochaktuell: Die Sonderausstellung „Seuchen“ des Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim vermittelt Gesundheitsbewusstsein und Geschichtsbewusstsein auf innovative Weise. Die Besucher und Besucherinnen können aus dem „Kultur-Baukasten“ Themenschwerpunkte und Vermittlungsangebote frei wählen, angepasst an Alter, Vorwissen und Interesse. Zur Auswahl stehen beispielsweise „Reality-Führungen“, die vergangene Seuchenereignisse mit allen Sinnen erlebbar machen; in „Experimental-Workshops“ können die Besucher und Besucherinnen selbst mikroskopieren und Experimente durchführen. In öffentlichen Gesprächsrunden vermitteln Fachleute aus Medizin und Forschung ihr Wissen und stehen für Diskussionen und Fragen zur Verfügung. Das Ziel der Ausstellung ist es, Verständnis für die komplexen Zusammenhänge des Themas zu vermitteln und eine aktive Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit der Umwelt zu ermöglichen.

Natureum Niederelbe

Projekt „Stichlingskataster“ 

Learning by doing: Das Projekt „Stichlingskataster“ des Natureum Niederelbe vereint praktische Wissensvermittlung mit dem Aufbau einer Datenbank. Die Schülerinnen und Schüler fangen gemeinsam Fische in den Gewässern der Region, bestimmen und zählen sie, bevor sie die Tiere wieder in die Freiheit entlassen. Außerdem nehmen die Teilnehmer Wasserproben und untersuchen sie auf die Wasserqualität. Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Museums und der Arbeitskreis „Wanderfische an der Niederelbe“ unterstützen die Jugendlichen und leiten sie an. So erfahren sie Wissenswertes zur lokalen Fischwelt und zum Umweltschutz und lernen Methoden zur wissenschaftlichen Datenerhebung kennen. Die Daten, die die Jugendlichen über mehrere Monate hinweg erheben, werden in eine Datenbank überführt und ausgewertet. Anschließend entsteht aus den Ergebnissen eine kleine Sonderausstellung, die im Natureum Niederelbe präsentiert wird.

Ostfriesisches Landesmuseum Emden

Projekt „Dinge des Lebens“

Das Projekt „Dinge des Lebens“ des Ostfriesischen Landesmuseums Emden lädt zu einem außergewöhnlichen Austausch ein. Konfirmanden und Konfirmandinnen treten mithilfe von Objekten des Landesmuseums mit Gästen des Hospizes „Stiftung Isensee“ in Verbindung. Die Konfirmanden und Konfirmandinnen suchen sich aus dem Magazin des Museums Objekte aus, die sie besonders berühren und zu denen sie je einen Brief verfassen möchten. Aus den Gegenständen und den Briefen entstehen Museums-Überraschungskoffer, die den Gästen des Hospizes im Rahmen einer Gesprächsrunde übergeben werden. Eine Mitarbeiterin des Landesmuseums, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hospizes und eine Pastorin begleiten das Gespräch und gehen auf Fragen ein. Die historisch und kulturell aufgeladenen Gegenstände des Museums und die Briefe geben den Gästen des Hospizes Impulse für den Austausch von Gedanken und Gefühlen. Das Projekt gibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einerseits die Möglichkeit, sich mit der Sammlung des Landesmuseums auseinanderzusetzen und andererseits mit den Gästen des Hospizes existenzielle Fragen des Lebens zu diskutieren. Im Anschluss werden die ausgewählten Objekte im Ostfriesischen Landesmuseum präsentiert. Außerdem wird das Projekt in einer Broschüre unter dem Titel „Brief an einen Gast“ dokumentiert und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Museum im Marstall

Projekt „Kinderbauhütte am Winsener Schloss“

Vom Lehrling zum kleinen Baumeister – das Projekt „Kinderbauhütte am Winsener Schloss“ des Museums im Marstall hat es sich zum Ziel gesetzt, Schüler und Schülerinnen zu kleinen Baumeistern auszubilden. Im Rahmen dieses Projektes wird ein Bauhüttenplatz errichtet werden, der in Modellen den Aufbau eines Fachwerkhauses und eines Backsteinbaues vermittelt. Die teilnehmenden Kinder werden über die Dauerausstellung des Museums an das Thema herangeführt. Anschließend erlernen sie auf dem Bauhüttenplatz erste handwerkliche Fähigkeiten, wie den Gebrauch von Zirkel, Winkel und Lot, so dass sie auch selbst tätig werden können. Die Eltern sind in diesen Projektdurchgang über Exkursionen, die von Denkmalpflegern durchgeführt werden, eingebunden.
Das Vorhaben weckt bei den Kindern das Verständnis für ihre eigenen Schaffensmöglichkeiten, und führt sie spielerisch an die Themen Denkmalschutz und den Wert der Erhaltung alter Gebäude heran.