LiteraTour Nord
Die VGH Stiftung ist Partnerin der LiteraTour Nord. Jedes Jahr begeben sich fünf Autorinnen und Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur auf Lesereise durch sieben norddeutsche Städte (Bremen, Hannover, Lübeck, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Rostock), um in Literaturhäusern und Buchhandlungen ihre Neuerscheinungen vorzustellen. Die Autorinnen und Autoren bewerben sich mit ihrer Teilnahme auch um den Preis der LiteraTour Nord, der jährlich von der VGH Stiftung ausgelobt wird und mit 15.000 Euro dotiert ist.
2025 begaben sich folgende Autorinnen und Autoren auf die LiteraTour Nord: Nora Gomringer (26. Oktober bis 31. Oktober 2025) mit „Am Meerschwein übt das Kind den Tot“, Dorothee Elmiger (23. November bis 28. November 2025) mit „Die Holländerinnen“, Daniela Dröscher (07. Dezember bis 12. Dezember 2025) mit „Junge Frau mit Katze“, Katerina Poladjan (11. Januar bis 16. Januar 2026) mit „Goldstrand“ und Annett Gröschner (25. Januar bis 30. Januar 2026) mit „Schwebende Lasten“. Die Vielfalt der vorgestellten Bücher ging von teilweise autofiktionalen Geschichten bis hin zu Romanen, welche einen Bogen über Kontinente und Jahrhunderte spannen und auch höchst persönliche Themen aufgreifen.
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Weitere Informationen
Die Pressemitteilungen zur LiteraTour Nord auch mit Infos zu den bisherigen Preisträger*innen finden Sie im Pressebereich.
Anmeldung
zur Preisverleihung am 16.04.26 um 19:30 Uhr in den Räumen der VGH Versicherungen, Warmbüchenkamp 8, 30159 Hannover.
Preis der LiteraTour Nord 2025/26 geht an Annett Gröschner

Die Schriftstellerin Annett Gröschner erhält den von der VGH Stiftung ausgelobten und mit 15.000 Euro dotierten Preis der LiteraTour Nord. Mit dieser Entscheidung würdigen Jury und Stifterin die Autorin für ihr bisheriges Werk, insbesondere für ihren zuletzt erschienenen Roman Schwebende Lasten (C.H.Beck, 2025).
In der Jury-Begründung heißt es: „Der Roman ist ein eindrucksvolles Beispiel für eine fiktionalisierte Alltagsgeschichte ‚von unten‘: Indem Gröschner die Geschichte Deutschlands vom Vorabend des Ersten Weltkriegs bis zur Transformation nach 1990 aus der Sicht einer Arbeiterin zeigt, wirft sie einen Blick auf die Geschichte der politischen Systeme und Umbrüche, der schlichte Narrative verweigert. Die unsentimentale Sprache des Romans schließt unbeschönigte Darstellungen von Krankheit und Krieg ein, ist aber zugleich von Humor durchzogen und reflektiert auch die Rolle von Schönheit und Kunst. Innerhalb ihres Œuvres schlägt Schwebende Lasten eine Brücke zwischen ihren dokumentarischen Arbeiten und ihrem ersten Roman Moskauer Eis. Annett Gröschner ist nicht zuletzt deshalb so preiswürdig, weil sie sich besonders in Schwebende Lasten immer wieder gegen das Vergessen stemmt.“
Annett Gröschner lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Fontane-Preis und dem Klopstock-Preis (beide 2021). 2024 erschien ihr gemeinsam mit Peggy Mädler und Wenke Seemann verfasster Bestseller „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“.
Podcasts zur LiteraTour Nord
Die LiteraTour Nord im Porträt – Gegenwartsliteratur im Rampenlicht. Ein Podcast-Feature von Magdalene Melchers (2024)
Preisträger-Porträt Clemens Meyer. Ein Podcast-Feature von Magdalene Melchers (2025)
Preisträger-Porträt Deniz Utlu. Ein Podcast-Feature von Magdalene Melchers (2024)