VGH Stiftung ermöglicht 58 Projekte mit über 420.000 Euro in Niedersachsen und Bremen
Kuratorium und Vorstand der VGH Stiftung tagen in Osnabrück
Auf Einladung des Regionaldirektors der VGH Regionaldirektion Osnabrück Michael Kottmann trafen sich Kuratorium und Vorstand der VGH Stiftung am 18. Mai 2026 im Forum für Erinnerungskultur und Zeitgeschichte „Die Villa_“ in Osnabrück.
Die Gremien der VGH Stiftung beschlossen in der ersten Gremiensitzung 2026 ein Fördervolumen von mehr als 420.000 Euro. 58 Projekte aus den Bereichen Literatur, Kulturelle Bildung und Wissenschaft können Dank der Förderung der VGH Stiftung umgesetzt werden.
In der Sitzung verabschiedete die VGH Stiftung ihren langjährigen Vorstandsvorsitzenden Friedrich v. Lenthe, der seit 1997 Aufsichtsratsvorsitzender der Landschaftlichen Brandkasse Hannover und der Provinzial Lebensversicherung Hannover, den beiden zentralen Gesellschaften der VGH Versicherungsgruppe, war. Landesbischof Ralf Meister, Vorsitzender des Kuratoriums der VGH Stiftung, sowie Stiftungsdirektor Johannes Janssen dankten Friedrich v. Lenthe für sein jahrzehntelanges Engagement für die Kulturförderung in Niedersachsen. „Sie waren zugleich Architekt und Promotor der Stiftungsidee und damit einer der Gründungsväter der VGH Stiftung. Durch Ihre vermittelnde Rolle haben Sie den Verbund zwischen VGH Stiftung, Historischen Landschaften und der VGH samt ihrer Regionaldirektionen gestärkt und sich insbesondere für die Zielsetzung unserer Stiftung eingesetzt, junge Menschen an Kultur heranzuführen“, so Janssen in seinen Dankesworten an Friedrich v. Lenthe.
Als Nachfolger begrüßte die VGH Stiftung herzlich Dr. Leo Götz v. Olenhusen, der zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Landschaftlichen Brandkasse gewählt wurde und damit kraft Amtes mit Wirkung vom 13. März 2026 neuer Vorstandvorsitzender der VGH Stiftung ist.
Seit ihrer Gründung gehört die Literaturvermittlung und Leseförderung zu den wichtigsten Förderbereichen der VGH Stiftung. In ihrer ersten Sitzung 2026 wurde hier u.a. das landesweite Förderprojekt „Autor*innen in der Schule“ in Kooperation mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis bewilligt, außerdem neben vielen weiteren Literaturprojekten der „35. Göttinger Literaturherbst in der Region“, die „Cuxland-Bücherkita“, ein Projekt zur frühkindlichen Leseförderung in Kindertagesstätten im Landkreis Cuxhaven oder „Salto Wortale – Das Literaturfestival für Kinder und Jugendliche in Hannover 2027“. Darüber hinaus werden weitere Literaturinstitutionen und -veranstalter unterstützt. Mit der erneuten Förderung der LiteraTour Nord sowie der Poetikdozentur Hannover können zwei überregional renommierte Literaturformate um ein weiteres Jahr fortgeführt werden.
Im Förderbereich Kulturelle Bildung haben die Gremien der VGH Stiftung u.a. der Unterstützung folgender Projekte zugestimmt: „Codes of Love – Brisante Briefe“: Der Königsmarck-Briefwechsel, eine Sonderausstellung im Bomann-Museum Celle, „Errichtung und Betrieb einer Kinderbauhüttenstadt“ des Heimat- und Museumsverein Winsen (Luhe) und Umgebung e. V. oder der KunstSommer 2026 der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung der Landeshauptstadt Hannover, mit dem Kinder und Jugendliche Einblicke in künstlerische Berufsbilder erhalten.
Der Förderbereich Wissenschaft legt einen seiner Schwerpunkte auf die Tiefenerschließung von Archivquellen und deren Digitalisierung. In ihrer ersten Sitzung 2026 bewilligten die VGH Stiftung und ihre Gremien u.a. die Digitalisierung und Erschließung des Nachlasses der Firma Foto-Prasch in Meppen, einer unschätzbaren historischen Quelle für die Stadt aus den Jahren 1931-1995, die Heimatverein und Stadtmuseum Meppen auswerten und zugänglich machen wollen, oder das Forschungsprojekt „Aus der Schublade ins Licht. Der Künstler Ernst Müller-Scheeßel und sein Nachlass“ der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen.
Die Gremien der VGH Stiftung stimmten außerdem zu, die Kooperation mit dem Hospiz- und Palliativverband Niedersachsen e.V. um ein weiteres Jahr fortzuführen. Damit werden erneut verschiedene kulturelle Veranstaltungen bei ambulanten Hospizdiensten oder stationären Hospizen in Niedersachsen unterstützt.
Nils-Arne Kässens, Direktor des Museumsquartiers Osnabrück, begrüßte Gremienmitglieder und Mitarbeitende der VGH Stiftung im Forum für Erinnerungskultur und Zeitgeschichte „Die Villa_“ und gab Einblicke in die Arbeit der Institution. Im Anschluss an die Gremiensitzung nahmen die Teilnehmenden die Gelegenheit wahr, ausgewählte Werke im Felix-Nussbaum-Haus zu besichtigen.
