Denkmalpflege

Ein „Kleiner Park“ mit Blick ins Land

Die Sanierung der Gutsmauer des Ritterguts Altenrode

Das Rittergut Altenrode zwischen Goslar und Wolfenbüttel ist 1809 aus einem Hof des nur wenige Kilometer nordöstlich gelegenen Klosters Heiningen hervorgegangen. Umschlossen wird es von einer bis zu 2,8 m hohen Sandsteinmauer, die in Teilen aus dem Mittelalter stammt und damit das älteste Bauwerk der Gesamtanlage darstellt. Aber die Jahrhunderte haben ihre Spuren hinterlassen: Um das mit Efeu überwucherte Mauerwerk zu erhalten, muss es auf der Gesamtlänge von ca. 475 m stabilisiert werden – eine Mammutaufgabe, von der allerdings bis 2019 bereits ein gutes Drittel realisiert wurde.

Nun stand ein weiterer Mauerabschnitt zur Sanierung an, der aus denkmalpflegerischer Sicht besonderes Interesse weckt, weil er die Reste einer im 19. Jahrhundert angelegten Gartenanlage, des sog. „Kleinen Parks“, begrenzt. Genau dort, wo die äußere Mauerschale bereits ausgebrochen war, lehnt sich auf der Innenseite eine Grotte an, auf deren Erhebung ursprünglich ein kleiner Pavillion (eine sog. Neugierde) den Blick über die Mauer ins Umland ermöglichte.

Das Mauerwerk wurde weitestgehend in Handarbeit von Bewuchs befreit, an einigen Stellen bis zum Fuß der Mauer abgetragen, anschließend neu aufgemauert und auf eine einheitliche Höhe gebracht. Damit erstrahlt nun nicht nur die Umfassungsmauer des Ritterguts Altenrode in neuem Glanz, sondern auch der Fortbestand der dahinterliegenden Grotte ist dauerhaft gesichert.

Die VGH Stiftung freut sich, dass sie mit ihrer Förderung einen Beitrag leisten konnte, um die Reste eines gefährdeten Gartendenkmals zu erhalten.